Wiener Firma will "Apple unter Lampenbauern" sein

Schlichtes Design mit 300 LEDs. Mit einer Lampe will ein Start-up aus Österreich den Markt der intelligenten Leuchten aufmischen.
Das österreichische Start-up Luke Roberts hat mit seiner smarten Lampe Model F einen Volltreffer gelandet. Als die Gründer ihre Idee 2015 auf Kickstarter stellten, kamen innerhalb kurzer Zeit mehr als 409.000 Euro zusammen.

Nun ist aus der Idee von damals ein fertiges Produkt geworden, das an erste Kunden ausgeliefert wird. Wir konnten das Model F bereits ausprobieren. Das Design ist schlicht, aber schön, was für ein Produkt, das eine sehr breite Kundschaft ansprechen soll, auch notwendig ist.

Lampe mit 300 LEDs

Im Gegensatz zu anderen smarten Leuchtmitteln, etwa den Hue-Glühbirnen von Philips, hat das Model F einiges mehr an Tricks auf Lager. Hängt die Lampe erst mal an der Decke, so kann sie via Bluetooth über eine App gesteuert werden. Praktisch, da man im Gegensatz zu einer WLAN-Lösung keinen zusätzlichen Hub benötigt.

Mit dem Model F können unzählige Beleuchtungsszenarien gewählt werden. Die Favoriten lassen sich abspeichern. In der Fassung befinden sich über 300 LEDs und Linsen. Das ermöglicht es Nutzern, das Licht raumfüllend zu verbreiten oder gezielt im Raum als Spot zu richten. So kann man zum Beispiel einen Lesesessel gezielt mit Licht fluten, während der Rest des Zimmers mit indirektem und weichem Licht beleuchtet wird.

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Clever gelöst ist das Aktivieren von Spotlichtern. So kann man via App einfach die Spot-Bereiche in einem Kreis ausmalen (siehe Video). Je mehr man einen Bereich ausfüllt, desto heller wird es an diesem Ort. Dabei kann man aus einem großen Farb- und Lichttemperaturspektrum wählen, wobei Farben auch kombiniert werden können.



So lässt sich das Licht mit der Lampe steuern. (Video: Luke Roberts/20M)

Smart ist die Lampe deshalb, weil sie vom Verhalten der Nutzer lernt und ihm Lichtszenen, die zur Tageszeit und zur Aktivität passen, vorschlägt. Praktisch ist auch, dass sich die Lampe über den normalen Lichtschalter steuern lässt, etwa wenn Gäste im Haus sind und diese die App nicht installiert haben. Zudem kann das Model F auch als Lichtwecker genutzt werden. Gebaut wird die Leuchte in Österreich.

Design, Bedienung und Licht: Das Model F wirkt äußerst durchdacht. Die App ist ebenfalls clever und das Zeichnen mit Licht ist ein echter Hingucker. Da wundert es auch nicht, dass die Gründer hohe Ansprüche haben: "Wir wollen quasi das Apple unter den Lampenherstellern sein", sagt Mitgründer Robert Kopka. Das Start-up siedelt sich darum im Premiumsegment an, was sich auch beim Preis abzeichnet: Die Lampe kostet rund 700 Euro. (tob)

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