Wiener kassiert Strafzettel beim Laden von Hybrid-BMW

Weil ein Wiener sein E-Auto auflud, wird er nun zur Kasse gebeten.
Weil ein Wiener sein E-Auto auflud, wird er nun zur Kasse gebeten.Leserreporter / picturedesk.com
Ein Wiener lud sein Hybrid-Auto ordnungsgemäß bei einer Ladestation auf. Wegen eines technischen Fehlers soll er jetzt eine Parkstrafe zahlen.

Eine Anonymverfügung wegen Falschparkens sorgt bei einem 23-jährigen Wiener für Verwirrung. Der Wiener lud Anfang September das Hybrid-Auto seiner Mutter wie gewohnt bei der Ladestation in der Nähe der gemeinsamen Wohnung auf. Ein paar Tage später flatterte der Brief des Magistrats ins Haus – der 23-Jährige soll 58 Euro Strafe zahlen, weil er sein "Fahrzeug im Bereich des Verbotszeichens 'Halten und Parken verboten' abgestellt" hat. 

Falsches Licht bei Ladestation blinkte

Der Wiener war sich sicher, es könne sich nur um einen Irrtum handeln, schließlich lud er seinen BMW bei der Ladestation. Vonseiten des Magistrats erzählte man ihm eine andere Version: "Am Magistrat behauptete man, der Ladevorgang meines Autos wäre zum Zeitpunkt der Strafe bereits abgeschlossen gewesen und ich durfte deswegen dort nicht mehr stehen. Angeblich habe die Ladestation grün-blau geblinkt, so habe der Parksheriff erkannt, dass es nicht mehr lädt."

Hier soll es sich laut dem 23-Jährigen allerdings um einen Irrtum handeln: "Tatsächlich bedeutet grün-blau blinken, dass das Auto gerade nicht lädt, aber ein Kabel angesteckt ist und nicht, dass das Auto 'vollständig geladen' ist. In meinem Fall ist die Ladung einfach abgebrochen. Woran das genau liegt, weiß ich leider nicht. Ich vermute, das passiert, wenn jemand mit der Lade-App auf dem von mir benutzten Ladestecker eine neue Ladung startet. Es kann aber genau so ein Fehler des Autos, des Ladekabels oder der Ladestation sein. Die Ladestationen haben einen roten Ring, der aufleuchtet, sobald das Auto tatsächlich vollständig geladen ist. Dieser hat die Funktion, dem Parksheriff zu signalisieren, dass das Auto da nicht stehen darf."

"Parksituation katastrophal"

Der Wiener versuchte die Situation darzulegen, stieß aber auf taube Ohren. "Ich habe versucht, der Dame am Telefon das Ganze zu erklären. Sie meinte allerdings, dass ich dort nur während des Ladevorgangs stehen darf. Warum mein Auto nicht lädt, spielt keine Rolle, selbst wenn es ein Fehler der Ladestation wäre." Besonders ärgerlich sei für ihn, dass häufig Benziner die Ladestation blockieren – diese kassieren laut dem Wiener nie eine Parkstrafe.

Trotzdem hat der 23-Jährige Verständnis: "Die Polizei habe ich, auch wenn es nervt, deswegen noch nie verständigt. Ich kann die Anrainer gut verstehen. Aufgrund der katastrophalen Parkplatzsituation haben sie keine andere Wahl, als 'illegal' zu parken. Abend kommt es schon öfter vor, dass man zwischen einer und zwei Stunden einen Parkplatz sucht."

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