Die 24-jährige Nadine* (Name von der "Heute"-Redaktion geändert) lebt seit Wochen am Existenzminimum. Im Dezember letzten Jahres sah sich die alleinerziehende Wiener Mutter dazu gezwungen, ihren Job bei der Stadt Wien zu kündigen. Sie leidet bereits seit Monaten an chronischen Magen-Darm-Problemen und hat es nicht geschafft, Vollzeit zu arbeiten. "Erst vor kurzem bekam ich meine Diagnose und kann mich in ärztliche Behandlung begeben", erzählt die Mutter eines vierjährigen Sohns.
Nachdem sie nicht lange genug Vollzeit gearbeitet hat, hat die 24-Jährige keinen Anspruch auf Arbeitslosengeld. Anfang Jänner stellte sie einen Antrag auf Mindestsicherung. Mit dem Geld wurde es immer knapper, auf die staatliche Beihilfe wartet sie Mitte Februar noch immer. "Ich kann meinem Sohn nicht einmal neues Gewand kaufen, ihm passen seine alten Sachen mittlerweile nicht mehr", so die verzweifelte Jungmutter.
Vom Vater ihres Kindes bekommt sie lediglich Hundert Euro Alimente, ihre Familie kann sie finanziell auch nicht unterstützen. Auf die Mindestsicherung wartet die 24-Jährige seit Anfang Jänner, bisher hat sie noch keinen Cent gesehen. "Ich bin mit meinen Nerven am Ende und weiß nicht einmal, was ich morgen essen soll", die Alleinerzieherin ist komplett verzweifelt.
"Heute" fragte bei der für die Mindestsicherung zuständigen Behörde MA40 nach, um zu erfahren, was es mit den langen Wartezeiten auf sich hat. "Grundsätzlich kann es bis zu drei Monate dauern, bis man einen Bescheid bekommt. Da kommt es jedoch immer drauf an, wie kompliziert der jeweilige Fall zum Bearbeiten ist", teilte ein Pressesprecher der MA40 "Heute“" im Gespräch mit.
Nachdem Nadine jedoch in einer Notsituation steckt, gelang es "Heute“ die Magistratsabteilung auf ihren Fall aufmerksam zu machen. Die 24-Jährige soll laut Pressesprecher Ende des Monats die Mindestsicherung von Februar auf ihr Konto überwiesen bekommen. "Ein Lichtblick, allerdings muss ich jetzt schauen, wie ich es die nächsten zwei Wochen schaffe", so die junge Mutter.