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Wiener Mama wählt dreimal Notruf, erreicht niemanden

Melisas Sohn erlitt am Dienstag einen Fieberkrampf. Als er blau wurde und aufhörte, zu atmen, wählte sie den Notruf – kam aber nicht durch.
Natalia Anders
26.07.2022, 13:47
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Dienstagnachmittag passierte etwas, womit die 38-jährige Wienerin Melisa* (Name von der "Heute"-Redaktion geändert) nicht gerechnet hätte. Sie war mit ihrem zweijährigen Sohn Noah* (Name von der Redaktion geändert) gerade zuhause, als ihr Kind bewusstlos wurde. "Ich pustete ihm ins Gesicht, doch es kam nichts. Wenige Minuten später lief er blau an und hörte auf, zu atmen", schildert Melisa die traumatische Situation.

Keine Verbindung zur Notrufzentrale

Die junge Mutter verschwendete keine Zeit und wählte sofort die Rettungsnummer "144". Doch die Notrufzentrale erreichte sie nicht – stattdessen brach der Anruf ab. Weitere Versuche Hilfe zu holen scheiterten kläglich. Schließlich gab Melisa verzweifelt auf und fuhr ihr Kind selbst ins nächste Spital.

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Diagnose Fieberkrampf

Glücklicherweise stellte sich heraus, dass der kleine Noah nicht in Lebensgefahr war. Der Bub bekam die Diagnose eines Fieberkrampfes und musste zur Sicherheit bis Samstag unter Beobachtung im Krankenhaus bleiben. "Heute" kontaktierte die Pressestelle der Wiener Berufsrettung, um zu erfahren, wieso Melisa den Notruf am Dienstag nicht erreichen konnte. "Wir haben das Ganze untersucht und festgestellt, dass die Wienerin die Leitung einmal kurz erreichte, der Anruf brach danach allerdings gleich ab", erklärt ein Pressesprecher im Gespräch mit "Heute".

Euronotruf funktioniert auch ohne Empfang

Wären alle Leitungen zu dieser Zeit überlastet gewesen, wäre Melisa zum automatisierten Tonband gekommen. Nachdem das allerdings nicht der Fall war, ist anzunehmen, dass sie zu dieser Zeit keinen Handyempfang hatte.

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Daher rät die Pressestelle der Wiener Berufsrettung im Falle eines Notfalls dazu, zuerst das eigene Telefonnetz zu checken. Sollte man gerade keinen Empfang haben, kann man immer noch den Euronotruf "112" wählen. Dieser funktioniert nämlich auch dann, wenn man kein Netz hat.