Dem erfolgreichen Ringer Magomed S. (26) gelang als Freizeit-Drogendealer offenbar nicht der große Wurf. Er wurde geschnappt und sitzt derzeit in Wien in Haft. Der gebürtige Tschetschene soll mehrere "Läufer" beschäftigt und ihnen ordentlich Beine gemacht haben, wenn sie nicht spurten.
Von Einschüchterungsversuchen, einem Kopfstoß und sogar von einem bewaffneten Handy-Raub war die Rede. Ein Zeuge berichtete bei der Polizei völlig aufgelöst, dass der MMA-Profi sogar aus dem Häf’n mit einem verbotenen Handy weitere Drohungen gegen ihn ausgestoßen habe – er hatte Todesangst!
"Alles Blödsinn", konterte sein Anwalt Florian Kreiner. Während er den Drogenhandel nicht abstritt, wies er die Raubvorwürfe scharf zurück: "Er musste seinem Geld nachlaufen – da die Dealer die Drogen selbst konsumierten." Von einem brutalen Übergriff vor einer Mäci-Filiale in Floridsdorf sei keine Rede, so der Verteidiger. Der Kopfstoß sei ein türkischer Gruß gewesen, befreite sich der Tschetschene aus dem Schwitzkasten der Staatsanwaltschaft. Das Handy des Opfers? "War Pfand."
Am Montag zogen weitere Zeugen ihre belastenden Aussagen bei der Polizei zurück, wollten von Gewalt plötzlich nichts mehr wissen. Ein weiterer Zeuge ist nun für den 16. Februar bestellt. Da geht es dann in die entscheidende dritte Runde im Verfahren, bei dem lange Haft droht. Die Unschuldsvermutung gilt.