Für die ganze Familie

Wiener Papa (44) entwickelt App gegen "Geschenke-Chaos"

Oma, Opa, Tante – Wer schenkt dem Kind was? Doppelkäufe und ständige Rückfragen ließen Software-Entwickler Hermann Rauschmayr kreativ werden.
Yvonne Mresch
03.04.2026, 05:30
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"Zum Geburtstag haben wir unserer Tochter eine Spielküche gekauft", erinnert sich Hermann Rauschmayr und schmunzelt: "Leider haben wir zuvor mit der Oma darüber gesprochen und plötzlich stand auch die mit einer Küche vor der Tür." Es sollte nicht das einzige Mal sein, dass es Missverständnisse und Mühen beim Thema Geschenke gab.

App soll Abhilfe schaffen

"Wir haben eine große Familie und alle fragen, was sie der Kleinen kaufen sollen. Also muss man immer überlegen und allen einzeln mitteilen, was man noch braucht, welche Kleidergröße das Kind hat und was jemand anderer bereits gekauft haben könnte." Der Vater eines 11-jährigen Sohnes und einer 2-jährigen Tochter kam schließlich auf die Idee: Eine App soll Abhilfe schaffen.

Gesagt, getan. Als gelernter Software-Entwickler verfügt Rauschmayr über das Wissen, dass es zur Entwicklung von "Wunschlist" braucht. Und so funktioniert's: Eine Person trägt die Wünsche für den Nachwuchs ein, andere Familienmitglieder können dann Produkte abhaken, die sie kaufen möchten. So weiß jeder Bescheid und es kommt zu keinen Überschneidungen. Auch unterschiedliche Kategorien (beispielsweise "Weihnachten", "Ostern" oder "Geburtstag") können angelegt werden.

Mit "Wunschlist" will Hermann Rauschmayr sich selbst und anderen eine Unterstützung im Geschenke-Chaos bieten.
Peter Schlögl

Keine Werbung, kein Tracking

Rauschmayr ist nicht der Erste, der die Idee zu einem solchen Produkt hat. Doch er will sich von Wunschlisten wie jenen von Amazon und Co. abheben: "Ich komme aus der IT und weiß, wie diese Produkte monetarisiert sind. Das wollte ich nicht. Bei mir gibt es keine Werbung, kein Tracking, kein Abo oder Ähnliches. Ich erhebe keine Nutzerdaten und der Account kann auch komplett anonym sein", betont er. Auch 100 Prozent kostenfrei soll die App bleiben. Einzig sogenannte "Affiliate links" (Hyperlinks, die Klicks und Verkäufe messen) werden verwendet, allerdings auf freiwilliger Basis.

Rund 800 Downloads verzeichnet das Produkt aktuell, erhältlich ist es im Google Playstore und Apple Store. "Ich bin sehr zufrieden", freut sich der 44-Jährige. Künftig will er es auch auf Englisch anbieten.

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