Einkauf im Supermarkt

Wiener parkt zu lange und kassiert fast 100 Euro-Strafe

Ein Wiener wollte seinen Wocheneinkauf erledigen, doch Monate später flatterte ein Brief mit einer Zahlungsaufforderung ins Haus.
Justine Gull
09.07.2026, 20:12
Hör dir den Artikel an:
00:00 / 02:45
1X
BotTalk
Loading...
Angemeldet als Hier findest du deine letzten Kommentare
Alle Kommentare
Meine Kommentare
Sortieren nach:

Kommentare neu laden
Nach oben

Dieser Einkauf wurde deutlich teurer als gedacht. Oskar* (Name von der Redaktion geändert*) fuhr Ende Jänner wie gewohnt zu einem Supermarkt in Wien-Liesing, um seinen Wocheneinkauf zu erledigen. Sein Auto stellte er auf dem nahegelegenen Kundenparkplatz ab. Nach rund eineinhalb Stunden verließ er das Gelände wieder – ohne zu ahnen, dass ihn der Einkauf Monate später noch beschäftigen würde. Rund fünf Monate später landete schließlich ein unerwarteter Brief in seinem Postkasten – und der hatte es in sich.

Die zuständige Parkraumverwaltung forderte darin 94 Euro. Der Vorwurf: Oskar soll die zulässige Parkdauer überschritten haben. Für den Wiener ist die Forderung nur schwer nachvollziehbar. "Ich konnte im Jänner kein entsprechendes Warnschild erkennen", schildert er im Gespräch mit "Heute".

"Heute" auf Google als bevorzugte Quelle festlegen

Besonders ärgert ihn, dass er auf die Dauer seines Einkaufs nur bedingt Einfluss habe. "Ich kann nichts dafür, wie lange die Warteschlange an der Kassa ist oder wie schnell die Waren abkassiert werden. Je mehr Waren im Wagerl sind, desto länger dauert der Einkauf", erklärt Oskar. Aus seiner Sicht sei die Forderung daher unverhältnismäßig.

"Deutlich ausgeschildert"

Auf "Heute"-Nachfrage nahm die zuständige Parkraumverwaltung zu dem Fall Stellung. "Am gegenständlichen Standort ist die zulässige Parkdauer bereits bei der Einfahrt deutlich sichtbar ausgeschildert", erklärte ein Sprecher.

Die maximale Parkdauer sei dort auf eine Stunde begrenzt, damit möglichst viele Kunden den Parkplatz nutzen können. Nach Angaben der Parkraumverwaltung liege diese Zeit deutlich über der durchschnittlichen Dauer eines Einkaufs. Wer länger auf dem Parkplatz bleibt, müsse daher mit einer Vertragsstrafe rechnen.

Im Fall von Oskar wurde die erlaubte Parkdauer tatsächlich überschritten. Ob es aufgrund von langen Warteschlangen an den Kassen zu der Verzögerung kam, könne die Parkraumverwaltung jedoch nicht überprüfen. "Wir möchten aber festhalten, dass es am besagten Tag keine weiteren Überschreitungen aus diesem Grund gegeben hat", so die Stellungnahme.

Für Oskar gibt es dennoch ein Happy End: Die 94-Euro-Pönale wurde in diesem konkreten Fall aus Kulanz storniert. Ob der Wiener den Parkplatz künftig noch einmal nutzen wird, lässt er allerdings offen.

{title && {title} } Gul, {title && {title} } 09.07.2026, 20:12
Jetzt E-Paper lesen