Für einen Wiener Studenten war der Morgen vom 21. März, der schlimmste seines Lebens. In seiner Wohnung in der Vinzenzgasse in Wien-Währing brach, wie berichtet, ein Feuer aus. "Er wurde gegen 7 Uhr wach und alles war schwarz", erzählt Leonie, eine Bekannte des Betroffenen. Der 24-Jährige, der noch immer unter Schock steht, sprang sofort aus dem Bett und kämpfte sich durch die Flammen, um ins Zimmer seines 72-jährigen Vaters zu gelangen.
"Er hat seinen Vater aufgeweckt und sie konnten sich aus der Wohnung retten, aber er ist dann nochmal rein, um seinen Hund zu suchen", berichtet Leonie im Gespräch mit "Heute". Da er durch den Rauch nichts sehen konnte, legte sich der 24-Jährige auf den Boden, um seine Hündin Annie zu ertasten. Doch vergeblich. "Er ist zum Fenster, um Luft zu schnappen. Da hat er die Leute gehört. Sie haben geschrien, dass er aus der Wohnung raus soll."
„"Als er nach dem Krankenhausaufenthalt zu mir kam, habe ich ihn fast nicht erkannt. Sein Gesicht und seine Kleidung waren voll mit Asche und Ruß und seine Händen waren wegen den Verbrennungen bandagiert."“
24 Erwachsene und acht Kinder wurden von der Feuerwehr gerettet. Für das Tier des Studenten kam jede Hilfe zu spät. Er starb in den Flammen. "Die kleine Zwergspitzin Annie war nicht mal ein Jahr alt und die Liebe seines Lebens. Es bricht uns allen das Herz", so Leonie.
Der Wiener und sein Vater kamen mit Brandverletzungen davon. "Als er nach dem Krankenhausaufenthalt zu mir kam, habe ich ihn fast nicht erkannt. Sein Gesicht und seine Kleidung waren voll mit Asche und Ruß und seine Händen waren wegen den Verbrennungen bandagiert."
Weil der Wiener fast all sein Hab und Gut in dem Feuer verloren hat, haben Leonie und weitere Freunde eine Spendenkampagnegestartet. "Wir wollen ihm helfen, damit er zumindest etwas Geld für eine neue Wohnung hat. Er hat alles verloren." Laut dem Landeskriminalamt Wien waren Speisereste, die durch Überhitzung am Herd zu brennen begonnen haben, die Brandursache.