Wien

Öffi-Rowdy (26) zog eine Blutspur durch Wien

Am Mittwoch musste sich ein 26-Jähriger vor Gericht verantworten, der in einer U-Bahn-Station Passanten, Security und Beamte attackiert haben soll.
Christian Tomsits
27.07.2022, 20:12
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Innerhalb kürzester Zeit hatte Arnold B. eine lange Blutspur durch Wien gezogen: Am Mittwoch musste sich der in Wien lebende Slowake dafür vor dem Richter verantworten. In der U-Bahn-Station Schwedenplatz schlug er mit den Fäusten einen Wiener gegen den Kopf und stieß ihn zu Boden. "Er hat mich Hurensohn genannt", verteidigte sich der 26-Jährige.

Neben wüsten Attacken, bei denen der 26-Jährige einem Opfer sogar Zähne ausgeschlagen und die Nase gebrochen haben soll, attackierte er in der Station Karlsplatz vor rund einem Monat Passanten sowie mehrere Mitarbeiter der Wiener-Linien-Security. Sogar die hinzugezogenen Polizisten soll er versucht haben zu treten und zu beißen.

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"Alles war voller Blut"

"Es war schon kurz vor Dienstschluss als wir zu dem Mann am Karlsplatz gerufen wurden. Zuvor soll er bereits mehrer Passanten angegangen haben und war voller Blut. Als wir ihn dann festnehmen wollten, schlug und trat er auf uns ein. Der hat viele Delikte gesammelt an dem Tag", meinte einer der Security-Mitarbeiter.

Monate zuvor soll der Angeklagte, der offenbar ein Alkohol und Drogenproblem hat, bereits als Randalierer und Dieb in Erscheinung getreten sein. Zwei Autos soll er die Reifen aufgeschnitten habe, sie hätten ihn provoziert und gestört. Einem BMW trat er mit dem Fuß einen Spiegel ab. Außerdem wurde dem Mann auch zur Last gelegt, ein Handy inklusive Ladekabel und eine Haarschneidemaschine von Zimmergenossen einer Notschlafstelle gestohlen zu haben.

Christian Werner erreichte mildes Urteil

Dem von Anwalt Christian Werner vertretenen Mann wurde ein kurzer Prozess gemacht. Trotz der Vielzahl an Delikten fasste der Angeklagte nur insgesamt zwei Jahre und zwei Monate unbedingte Haft aus, wird in eine Anstalt eingewiesen. Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig.