Wiener "verwüsten" Gemeindewohnung – jetzt wird's teuer

Eine vierköpfige Familie wohnt in der Wohnung ihrer Oma in Wien. Wegen eines undichten Rohres stemmten sie Wände auf – nun wird es vermutlich teuer.

Eine junge Familie lebt mit ihren zwei Töchtern (4, 6) in der Gemeindewohnung der Großmutter in der Leopoldstadt. Vor einigen Wochen wollen die Wiener jedoch einen heftigen Wasserschaden im Badezimmer bemerkt haben. Sie vermuteten einen Rohrbruch in der Wand und verständigten "Wiener Wohnen". 

Wiener stemmten Wände im Bad eigenhändig auf

"Unsere Abflüsse sind aus den 70er-Jahren. Wir haben bemerkt, dass das Badezimmer komplett unter Wasser stand. Ein Installateur war da und sagte uns, er könne nichts machen, weil die Wände der Stadt Wien gehören würden. Sie waren komplett feucht und der Wasserschaden breitete sich schon bis zur Nachbarin aus. Wir sahen uns gezwungen, das eigenhändig zu machen", berichtet die Wienerin gegenüber "Heute".

"Eigenhändig" bedeutete in diesem Fall: Das Pärchen entfernte die Armaturen im Bad und stemmte dann die Wände auf. "Wir wissen nicht, wo wir jetzt duschen sollen und können keine Wäsche waschen. Ich habe zwei Kinder im Kindergartenalter zuhause. Es muss doch eine Lösung geben", klagt die Wienerin.

Der Ärger endet für die Familie allerdings nicht mit dem Wasserschaden – weil sie für die "Umbauarbeiten" keine Genehmigung einholten, dürfte es nun richtig teuer werden.

Mieter muss für Schaden aufkommen

Ein Pressesprecher von Wiener Wohnen berichtet gegenüber "Heute": "Uns wurde am Freitag, 8.10., ein Wasserschaden gemeldet: Der von uns beauftragte Installateur war sofort am Freitag in der Wohnung vor Ort. Im Badezimmer hat der Installateur dann eine Baustelle vorgefunden und einen bereits aufgestemmten Bleiablauf entdeckt. Für Umbauarbeiten wurde aber keine Bewilligung eingeholt, dementsprechend ist für den entstandenen Schaden der Mieter aufzukommen."

Für die Familie sind die Kosten ein großer Einschnitt in ihre Finanzen. "Wir werden dafür aufkommen, wir müssen alle zusammenlegen. Das Weihnachtsgeld wird wohl auch dafür draufgehen. Wir machen das Beste daraus", bedauert die Wienerin abschließend. 

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