Die 44-jährige Katharina (Name von der Redaktion geändert*) arbeitete 20 Jahre lang in der Marketing-Branche – und zwar Vollzeit. Vor einigen Monaten wurde eine schwere chronische Krankheit bei ihr diagnostiziert. Infolgedessen verlor die gebürtige Wienerin dann auch noch ihren Arbeitsplatz. Ab da begann ihr Martyrium.
Ihre aktuelle Miete in der derzeitigen Wohnung in der Höhe von 900 Euro kann sie sich schlichtweg nicht mehr leisten. In den letzten beiden Jahren habe sich diese nämlich verdoppelt. Ein guter Freund helfe der Arbeitslosen aktuell finanziell aus – doch das könne laut der 44-Jährigen so nicht ewig weitergehen. "Ich muss jetzt in eine kleinere 1-Zimmer-Wohnung umziehen, sonst geht sich das alles nicht mehr aus", erzählt Katharina verzweifelt im "Heute"-Talk.
Doch das Problem dabei ist nicht der Umzug in eine kleine Bleibe, sondern vielmehr, dass sie überhaupt keine Wohnung bekomme. "Ohne aufrechtes Dienstverhältnis und Vorlage von drei bis sechs Gehaltszetteln gibt es nicht einmal einen Besichtigungstermin, auch nicht mit einem österreichischen Namen", ärgert sich die Wienerin. Sogar ein Freund von ihr mit einer Top-Bonität habe für sie schriftlich bürgen wollen, doch auch das schien bei Miet- und Genossenschaftswohnungen nicht auszureichen.
Aufgrund der schweren Erkrankung ist es für die Wienerin kaum absehbar, wann sie wieder in den Berufsalltag einsteigen kann. "Seit zig Jahren zahle ich in diesem Land als Österreicherin meine Steuern. Jetzt rutsche ich unverschuldet in die Armutsfalle und da schreit niemand auf", erzählt die 44-Jährige im "Heute"-Talk.
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Wie es für Katharina nun weitergehen soll, wisse sie nicht. Ihre letzte Hoffnung ist nun gemeinsam mit der Wohnberatung Wien eine geeignete Gemeindewohnung zu bekommen.