Mit vier Kindern unterwegs

Wienerin fährt ohne Ticket, kann Strafe nicht zahlen

Eine Wienerin fuhr mit vier Kids durch Wien, vergaß auf einen Fahrschein. Die empfindliche Strafe setzt der Frau zu, Ratenzahlung abgeschmettert.
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03.09.2026, 19:41
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Mit vier Kindern in den Öffis und dann auch noch von vier Kontrolleuren eingekreist: Den 31. Juli wird "Heute"-Leserin Renate* (Name von der Redaktion geändert) nicht so schnell vergessen. Denn: Sie war ohne Fahrschein unterwegs, muss nun sogar 185 Euro Strafe zahlen. Eine Ratenzahlung wurde abgewiesen. Das ist der Grund.

Frau mit vier Kids von vier Kontrolleuren eingekreist

Mit ihren beiden Kindern und zwei Nichten fuhr sie Ende Juli durch die Öffis. Bei der Bim-Station Weißenböckstraße in Simmering kam es zur Fahrscheinkontrolle. In diesem Augenblick setzte bei Renate der Schock ein, denn sie hatte keinen gültigen Fahrschein.

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Die Kontrolleure machten kurzen Prozess mit der Wienerin und brummten ihr eine Strafe in Höhe von 105 Euro auf: "Ich habe mich in diesem Moment gefühlt, als wäre ich eine schwere Straftäterin, obwohl es sich um eine vergessene Fahrkarte für eine Fahrt von nur zwei Stationen handelte. Die Situation war für mich sehr unangenehm und einschüchternd – insbesondere, weil ich mit vier Kindern unterwegs war."

Erst sechs, dann drei Raten angeboten

Ein weiteres Problem: Renates finanzielle Situation ist schwierig, die Kosten von 105 Euro konnte sie nicht stemmen. Deshalb hoffte sie einen Monat später, die Strafe in Raten zahlen zu können. Mittlerweile hatte sich die Strafsumme aber auf 185 Euro aufgestaut.

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Renate wandte sich an die Wiener Linien und versuchte, eine Lösung zu finden. Zunächst schlug sie vor, die 185 Euro in sechs Raten zu begleichen. Nachdem dieser Vorschlag abgelehnt worden war, bot sie eine Zahlung in nur drei Teilbeträgen an.

Wienerin in Not: "Ich will ja zahlen"

Doch auch darauf ließen sich die Wiener Linien laut dem Betroffenen nicht ein. Besonders irritiert zeigt sie sich über die letzte Antwort: Ihr sei mitgeteilt worden, dass eine Ratenvereinbarung nicht möglich sei und die Kommunikation zu diesem Thema beendet werde.

"Ich will ja zahlen. Ich bitte nur um die Möglichkeit, den Betrag in mehreren Raten zu begleichen", sagte sie im Gespräch mit "Heute". "Heute" hat die Wiener Linien mit dem Fall konfrontiert und um Stellungnahme gebeten. Dabei ging es insbesondere um die Frage, ob bei erhöhten Beförderungsentgelten grundsätzlich keine Ratenzahlungen vorgesehen sind und welche Möglichkeiten Fahrgäste haben.

Das sagen Wiener Linien

Das Mehrgebührencenter würde jeden Fall prüfen, heißt es seitens der Pressestelle der Wiener Linien. Umstände und Zahlungsunfähigkeit könnten berücksichtigt werden – da sich Renate in diesem Fall jedoch einen Monat lang nicht meldete, muss sie die 185 Euro zügig zahlen.

Die Wiener Linien empfehlen bei Zahlungsproblemen, sich so schnell wie möglich zu melden, um den Fall rasch prüfen zu können.

{title && {title} } red, {title && {title} } 03.09.2026, 19:41
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