Margarete T. zog über Monate liebevoll ein verwaistes Taubenküken auf, das ihre Nachbarn auf deren Balkon fanden. Sie wärmte und fütterte Lucy, die sich später als Männchen entpuppte, von Hand. Dank ihrer fürsorglichen Pflege ist der Täuberich nun putzmunter und eigenständig lebensfähig.
Lucy verbringt seine Tage in Freiheit, nachts kehrt er zum Schlafen auf Margaretes Balkon zurück. Doch nun wurde der Wienerin ihr geliebtes Haustier weggenommen, wie sie schildert. Sie brachte Lucy zu einer Untersuchung zur Wildtierhilfe Wien. Als sie die Taube wieder abholen wollte, erteilte man ihr eine Absage: Lucy solle bei der Wildtierhilfe bleiben, man wolle ihn auswildern.
"Heute"fragte bei der Wildtierhilfe an, um eine Stellungnahme zu bekommen. Leider gelang das bisher nicht. Laut der Tierhaltungsverordnung gibt es bestimmte Mindestanforderungen, an die sich Margarete als Taubenhalterin halten muss. Beispielsweise müsste Margarete Lucy mit einer anderen Taube paarweise halten, außerdem bräuchte Lucy einen artgerechten Käfig. Beides Punkte, an die sich die Tierliebhaberin nicht hielt.
Ob die Wienerin ihren Vogel wieder zurückbekommt, steht noch in den Sternen. Sie ist verzweifelt: "Ich habe Lucy eigenhändig aufgezogen, ich liebe ihn wie ein Haustier. Er lebt in Freiheit bei mir. Man hat ihn mir durch eine List abgenommen, ich möchte ihn einfach nur zurück", klagt sie im "Heute"-Talk.