"Heute"-Leserin Lisa besuchte am Samstagabend eine Freundin in der Wiener Donaustadt. Doch der entspannte Abend endete mit viel Ärger. Als die Wienerin gegen 22 Uhr ein Taxi für sich, ihren Hund Julius und eine weitere Person bestellen wollte, gestaltete sich das offensichtlich schwierig.
"Wir wollten nach Simmering fahren, eine Fahrtdauer von etwa 15 Minuten", erzählt Lisa weiter. Doch ihr mittelgroßer Vierbeiner dürfte für die Chauffeure ein Problem gewesen sein. "Zunächst hing ich eine Viertelstunde bei den zwei größten Funktaxi-Anbietern in der Warteschleife, um dann eine Absage zu erhalten", ärgert sich die Wienerin.
Da also kein reguläres Taxiunternehmen ihren Hund mitnehmen wollte, beschloss sie über eine Fahrtendienst-App ein entsprechendes Fahrzeug zu ordern. Dabei gab sie wieder an, ein Haustier dabei zu haben. Die Zusatzkosten von drei Euro nahm sie dabei gerne in Kauf. Immerhin wurde die Bestellung dieses mal akzeptiert. Allerdings freute sich die Wienerin zu früh, denn: Bei der Ankunft des Chauffeurs machte dieser wieder Probleme.
"Er schaute Julius an und sagte direkt, er würde keine Hunde transportieren", erzählt Frauchen Lisa im "Heute"-Talk. Sie versuchte zu argumentieren, dass sie ein Haustiertaxi bestellt und dafür auch die Extra-Pauschale bezahlt habe. Zudem bot sie ihm eine Kaution in der Höhe von 50 Euro haben – sozusagen als "Sicherheitsleistung". Aber auch der Fuffi konnte den kleinen Julius nicht "retten". Der Lenker blieb bei seiner Meinung: "Keine Hunde im Auto!"
Völlig genervt setzte er sich in sein Auto und fuhr davon. Lisa stand also nach einer Stunde Taxi-Suche mitten in der Nacht auf der Straße. Ihre Freundin half ihr schließlich aus der Patsche: Gegen 23 Uhr brachte sie das verzweifelte Frauchen, inklusive Julius, nach Simmering. Die bereits abgebuchten 20,40 Euro für den Fahrtendienst soll Lisa jedenfalls zurückerstattet bekommen.
Klar ist: Tiere dürfen nur unter bestimmten Bedingungen im Auto mitgenommen werden. Verstöße können mit bis zu 5.000 Euro bestraft werden. Vor allem Tiere und Katzen werden meist mit dem Fahrzeug transportiert – da diese gesetzlich als Sache gelten, muss eine entsprechende Ladungssicherung beachtet werden.
Das Problem dabei: Es gibt keine genauen Bestimmungen, welche Sicherung für welches Tier verwendet werden sollte. Laut ÖAMTC sind vor allem Transportboxen eine empfehlenswerte Variante, wenn diese vor dem Verrutschen gesichert sind. In einem Taxi kann das Haustier aber auch im Fußraum mitgenommen werden.
Aus der Wirtschaftskammer Wien heißt es auf "Heute"-Nachfrage, dass prinzipiell nur Menschen von der Beförderungspflicht umfasst sind. Zudem ist geregelt, wann ein Taxilenker jemanden nicht mitnehmen muss: Im Vordergrund steht dabei einmal mehr die Sicherheit. Doch auch die Sauberkeit sollte von den Fahrgästen unbedingt eingehalten werden, wenn sie mit einem Taxi fahren möchten.
Generell empfiehlt die Wirtschaftskammer den Chauffeuren Vierbeiner mitzunehmen, solange es keine Sicherheitsbedenken gibt. Aber: "Ohne Beißkorb und Leine kann ein Hund unter Umständen also auch abgelehnt werden", heißt es aus der zuständigen Taxiinnung.