Die spanische Polizei hat das Wildschwein Iratxo als neues Maskottchen der Spezialeinheit Unidad de Acción Rural (UAR) präsentiert.
Das Tier wird allerdings nicht bei Polizeieinsätzen eingesetzt, sondern dient als Symbolfigur der Einheit.
Wie "20min" berichtet, ist Iratxo nicht das erste Wildschwein bei der Guardia Civil. Bereits im Jahr 1981 erhielt die Spezialeinheit Grupo de Acción Rápida (GAR) ihr erstes Wildschwein als Maskottchen.
Die Polizei beschreibt Iratxo als 'ebenso treu wie imposant'. Das Wildschwein gelte als 'etwas stur', könne sich aber an jedes Gelände anpassen und gehe 'stets entschlossen voran'.
Der Name Iratxo hat seinen Ursprung in der baskischen Mythologie und steht für einen schelmischen, aber nicht bösartigen Kobold, der nachts als Beschützer der Gerechtigkeit auftauchen soll.
Die Guardia Civil wurde 1844 gegründet und zählt zu den wichtigsten Polizeiorganisationen Spaniens. Sie ist militärisch organisiert und vor allem außerhalb der Großstädte tätig. Zu ihren heutigen Aufgaben gehören die Bekämpfung organisierter Kriminalität, die Verkehrsüberwachung und der Grenzschutz.
Während der Diktatur von Francisco Franco spielte die Guardia Civil eine dunkle Rolle. Sie war ein wichtiges Instrument des Regimes und beteiligte sich an der Verfolgung politischer Gegner.
Nach dem Übergang zur Demokratie wurde die Behörde reformiert und ist nun Teil des demokratischen Sicherheitsapparats Spaniens.
Im Gegensatz zu Diensthunden nimmt Iratxo nicht an Einsätzen teil. Das Wildschwein steht für die Identität und Tradition der Spezialeinheit und ist bei offiziellen Anlässen und Paraden dabei.
Iratxos Vorgänger Basati war 2024 bei den Feierlichkeiten zum spanischen Nationalfeiertag in San Sebastián vertreten.