Polizei ermittelt

17-jähriges Mädchen in Flüchtlingszelt vergewaltigt

Eine 17-jährige Migrantin soll in einem provisorischen Lager in Ceuta vergewaltigt worden sein. Zwei Männer wurden festgenommen.
André Wilding
27.09.2026, 13:30
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Schreie aus einem provisorischen Lager am Strand von El Trampolín riefen am Samstag die spanische Nationalpolizei auf den Plan. Kurz darauf fanden die Einsatzkräfte eine 17-jährige Migrantin in einem äußerst schlechten Zustand. Zwei Männer im Alter von 42 und 21 Jahren stehen im Verdacht, die Jugendliche vergewaltigt zu haben.

Bei den beiden Festgenommenen handelt es sich laut BILD um marokkanische Staatsangehörige. Am Strand von El Trampolín leben seit dem Massenzustrom Ende Juli noch immer Tausende Migranten in provisorischen Lagern.

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Jugendliche bricht vor Polizisten zusammen

Laut Polizeibericht war eine Spezialeinheit nach Hinweisen auf Schreie zu dem Lager gerufen worden. Beim Eintreffen der Polizisten verließ die 17-Jährige gerade eines der Zelte.

Die Jugendliche war demnach halb bewusstlos und konnte kaum auf den Beinen stehen. Es besteht zudem der Verdacht, dass ihr eine bewusstseinshemmende Substanz verabreicht worden sein könnte.

Noch vor den Augen der Polizisten brach die 17-Jährige zusammen. Sie musste zweimal wiederbelebt werden und wurde anschließend ins Spital gebracht. Die beiden festgenommenen Männer verweigerten eine Aussage. Sie bestritten zudem, das Mädchen zu kennen.

Mindestens 23 Fälle werden untersucht

Die Behörden beschäftigen sich in Ceuta mit weiteren mutmaßlichen sexuellen Übergriffen. Seit dem Zustrom Zehntausender Flüchtlinge im Juli ermittelt die spanische Staatsanwaltschaft in mindestens 23 Fällen. Die betroffenen Migrantinnen sind zwischen 14 und 17 Jahre alt.

Bist du von Gewalt betroffen? Hier findest du Hilfe

Frauenhelpline (rund um die Uhr, kostenlos): 0800 222 555

Männernotruf (rund um die Uhr, kostenlos): 0800 246 247

Rat auf Draht: 147

Autonome Frauenhäuser: 01/ 544 08 20

Polizei-Notruf: 133

Hier weiterlesen: Expertin gibt konkrete Tipps: Kontrolle, Eifersucht - wann der Alarm schrillen sollte  >

Unter den bisher acht Verdächtigen befinden sich vier Marokkaner, drei Spanier und ein Belgier.

Rund 700 Mädchen in Ceuta

Laut Behörden halten sich noch rund 1.500 Minderjährige in Ceuta auf. Etwa 700 davon sind Mädchen. Viele leben weiterhin in Notunterkünften oder provisorischen Lagern. Zuletzt sollen knapp 300 Mädchen außerhalb regulärer Betreuungseinrichtungen untergebracht gewesen sein.

Hilfsorganisationen und Politiker warnen seit Wochen vor den Gefahren für die Jugendlichen. Überfüllung, fehlende Betreuung und unsichere Unterkünfte würden insbesondere das Risiko für Mädchen erhöhen, Opfer von Gewalt und sexuellem Missbrauch zu werden.

Spaniens Jugend- und Familienministerin Sira Rego hatte deshalb gefordert, unbegleitete Minderjährige rasch auf das spanische Festland zu bringen. Die Verteilung der Minderjährigen auf das spanische Festland stockt jedoch weiterhin.

wil,27.09.2026, 13:30