Sollte Spanien am Sonntagabend den WM-Pokal gewinnen, wird Borja Iglesias US-Präsident Donald Trump bei der Siegerehrung die Hand schütteln müssen. Auf diesen Moment freut sich der Stürmer von Celta Vigo allerdings überhaupt nicht.
Im Gespräch mit dem spanischen Magazin Panenka sagte der 33-Jährige mit Blick auf den Handschlag: "Ich will nicht ins Gefängnis gehen." Er hoffe, Trump "in einem Moment begrüßen zu können, in dem wir alle sehr glücklich sind, und dass dieser Moment schnell vorübergeht und ich ihn dann vergessen kann."
Trump wird gemeinsam mit FIFA-Präsident Gianni Infantino bei der Medaillen- und Pokalübergabe auf dem Rasen erwartet. Schon bei der WM 2022 hatte die Siegerehrung für Diskussionen gesorgt, als Argentiniens Lionel Messi vor der Pokalübergabe ein traditionelles katarisches Gewand übergezogen bekam.
Iglesias hat sich bereits mehrfach öffentlich zu politischen und gesellschaftlichen Themen geäußert. Nach dem Kuss-Skandal um den damaligen Verbandschef Luis Rubiales zog er sich aus Protest vorübergehend aus der spanischen Nationalmannschaft zurück. Außerdem sprach er sich wiederholt gegen Rassismus und Homophobie aus.
Vor dem Finale betonte der Angreifer jedoch, keine neue Kontroverse lostreten zu wollen. "Die Leute wissen, was ich denke", sagte Iglesias. Zugleich räumte er ein, dass sein Einfluss begrenzt sei und er nicht die Macht habe, politische Entwicklungen zu verändern.