Der britische Thronfolger Prinz William (43) greift tief in die Tasche. Er soll jährlich bis zu 8,2 Millionen Euro Einkommensteuer bezahlen und gehört damit zu den obersten 0,002 Prozent der Steuerzahler in Großbritannien.
Das Bemerkenswerte daran: Der zukünftige König entrichtet freiwillig den britischen Spitzensteuersatz von 45 Prozent. Rechtlich wäre er dazu gar nicht verpflichtet.
Wie die "Sunday Times" berichtet, geht das auf eine Vereinbarung zwischen der verstorbenen Königin Elizabeth II. und dem Finanzministerium aus dem Jahr 2013 zurück. Demnach müssen weder der Monarch noch der Thronfolger Einkommensteuer auf Einnahmen aus dem Herzogtum zahlen.
Der Großteil von Williams Einnahmen stammt aus dem Herzogtum Cornwall, einem privaten Gut im Wert von rund 1,3 Milliarden Euro. Es erwirtschaftet jährlich mehr als 23 Millionen Euro.
Im Steuerjahr 2023/2024 – dem ersten Jahr, in dem William das Herzogtum verwaltete – erhielt er daraus 27 Millionen Euro. Rund 14 Millionen Euro davon sollen steuerpflichtig sein, was zu einer Gesamtsteuerlast von 5,8 bis 8 Millionen Euro führt.
Die freiwillige Steuerzahlung ist in der königlichen Familie keine Selbstverständlichkeit. Williams Vater König Charles III. (77) hatte für das Steuerjahr 2021/2022 bekannt gegeben, freiwillig 6,8 Millionen Euro Einkommensteuer auf Einnahmen aus dem Herzogtum Lancaster gezahlt zu haben.
Das Thema Transparenz rückte zuletzt erneut in den Fokus, nachdem bekannt wurde, dass beide Herzogtümer Millionen verdient haben sollen, indem sie öffentlichen Einrichtungen wie dem Nationalen Gesundheitsdienst NHS, dem Militär und Schulen Gebühren für die Nutzung ihrer Ländereien berechneten.