"Willy Morgan and the Curse of Bone Town": Endlich!

"Endlich!", sagen wir zur Vorschau auf "Willy Morgan and the Curse of Bone Town". Das Spiel scheint Point-and-Click-Adventures wiederzubeleben.
  • Rene Findenig
von
Rene Findenig

Piraten treffen auf Point-and-Click-Adventure. Wer dabei sofort an Spieleklassiker wie die "Monkey Island"-Serie denkt, der sollte sich den Titel "Willy Morgan and the Curse of Bone Town" ganz dick und fett auf seine Spiele-Wunschliste schreiben. Das Adventure von Entwickler imaginarylab und Publisher VLG Publishing, das noch 2020 für PC auf Steam erscheinen wird. In unserer Vorschau gibt es die ersten Eindrücke zum Abenteuer in einer verrückten Piratenstadt. Setzt die Segel!

Wie in "Monkey Island" geht es auch in "Willy Morgan and the Curse of Bone Town" nicht ohne jede Menge Lacher, auch wenn die Story sich eher traurig anhört. Nachdem vor zehn der berühmte Archäologe Henry Morgan einfach spurlos verschwand, macht sich nun sein Sohn Willy mit dem Erhalt eines mysteriösen Briefes und der Bitte, nach Bone Town zu kommen auf, das Rätsel um seinen vermissten Vater aufzuklären. Schon der Einstig ist aufgrund der Grafik, aber auch des Settings einzigartig.

Einzigartiger Grafik-Mix

Das Spiel zeigt einen Mix aus traditionellem Point-and-Click-Gameplay samt eingeblendeten Dialogen, aufpoppenden 2D-Notizen und einem Inevntory an der unteren Bildschirm-Leiste - und kombiniert das mit einer neuen 3D-Grafik, die Räume, Gegenstände und Protagonisten leicht verzerrt und aus ungewöhnlichen Perspektiven darstellt. Was seltsam klingt, entwickelt aber schnell seinen Charme und ist eine frische Abwechslung im sonst von Titel zu Titel so gleichen Genre.

Ebenso mixt das Adventure die Spielwelt komplett durch: Willy lebt zwar in einer Welt mit Elektronik, Laptop und Co., wird aber in eine Piratenstadt geworfen, in der noch Kerzen die Zimmer erleuchten und alles einige Hundert Jahre alt erscheint. Aber nur auf den ersten Blick, denn im Spiel treffen sich ebenso Elektronik-Träumer wie Zocker und Nerds. Ein krasser Kontrast, den man hier zu sehen und spielen bekommt. Gespielt wird allerdings, und das ist gut so, komplett klassisch. Während Willy für die Ankunft in Bone Town erst einmal Geld für ein Zimmer zusammenkratzen und auch sein Fahhrad flott machen muss, durchsucht man Zimmer für Zimmer und sammelt Items ein, die sich dann andererorts einsetzen oder kombinieren lassen.

Klassisches Gameplay

Ein hübsch gestaltetes Tutorial erklärt dem Spieler anfangs die Mechaniken des Inventars und der Rätsel - generell ist vieles aber selbsterklärend und das Spiel kommt ohne komplexe Mechaniken aus. Per Klick legt man Schalter und andere Knöpfe um, öffnet Türen, startet Text-Dialoge (hier hätten wir uns eine etwas modernere Umsetzung als Text-Auswahl-Optionen gewünscht) mit den NPCs oder wählt Puzzles aus. Was spannend erscheint, kann zudem per Druck auf die Leertaste für später markiert werden. Das Inventar ist simpel und übersichtlich ausgefallen: Hier kann man versuchen, verschiedene Items zusammenzubasteln oder man probiert, sie in der Umgebung sinnvoll einzusetzen. Wie bei den großen Adventure-Klassikern sind dabei viele Rätsel logisch, einige aber auch saukomisch und komplett verrückt nachzuvollziehen. 

Zwei Drittel des Abenteuers mit insgesamt rund 20 Spielstunden bei sehr eingehender Erkundung ließen sich in der Preview-Version spielen - und wir können einfach nicht genug bekommen. Vor allem das grafische, aber auch inhaltliche Aufeinanderprallen zweier vollkommen unterschiedlicher Welten fasziniert sofort. Gleichzeitig spielt sich "Willy Morgan and the Curse of Bone Town" von den ersten Sekunden an wie die großen Adventure-Klassiker, die wir in unserer Jugend heiß geliebt haben. Es dürfte ein Pflicht-Spiel für jeden Adventure-Fan werden!

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