Das Skisprung-Wochenende in Ruka endet im Sturm. Wie bereits befürchtet, musste der Einzelbewerb am Sonntag wegen heftiger Windböen nach rund 30 Minuten Warten endgültig gestrichen werden.
Die Prognosen versprachen keine Besserung, weshalb die Jury den Wettkampf noch vor dem ersten Durchgang abblies. Schon am Samstag hatten die wechselhaften Bedingungen den Ablauf durcheinandergebracht – damals wurde der zweite Durchgang nach wenigen Springern abgebrochen und nur der erste gewertet.
Der Samstag brachte zumindest eine sportliche Entscheidung: Anze Lanisek sicherte sich seinen zweiten Weltcup-Sieg in Folge und baute damit seine Gesamtführung aus. Hinter dem Slowenen holte sich der Japaner Ren Nikaido sein erstes Podium, Domen Prevc wurde Dritter. Doch die extremen Windschwankungen machten den Wettkampf zur Lotterie und ließen viele Athleten chancenlos zurück.
Für das ÖSV-Team verlief der Ruka-Auftakt enttäuschend. Ohne den pausierenden Stefan Kraft (Papa-Pause!) schaffte es keiner der Österreicher unter die besten Zehn. Daniel Tschofenig belegte als bester Adler Rang zwölf, dicht gefolgt von Manuel Fettner auf Platz 13. Stephan Embacher nahm als 25. weitere Weltcup-Punkte mit. Jan Hörl (35.) und Jan Schuster (39.) fielen der Windlotterie zum Opfer und verpassten die Punkteränge.
Nach der Sonntags-Absage packt der Tross frühzeitig die Koffer. Die nächste Station des Weltcups ist kommende Woche Wisla in Polen – in der Hoffnung auf stabilere Bedingungen, nachdem in Ruka neben dem Skispringen auch der Massenstart der Nordischen Kombination gestrichen werden musste.
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