Alice Robinson fuhr beim Riesentorlauf in Copper Mountain auf 3317 Metern zu ihrem fünften Weltcup-Sieg, triumphierte überlegen. Eine Premiere für die Neuseeländerin: Noch nie zuvor brachte die 23-Jährige eine Halbzeitführung auch im zweiten Lauf über die Ziellinie.
Julia Scheib, die mit ihrem Premierensieg in Sölden die Durststrecke der ÖSV-Damen im RTL nach neuneinhalb Jahren beendet hatte, konnte ihre starke Form bestätigen. Die 27-Jährige (+0,96) wurde Zweite und verteidigte damit ihre WM-Führung im Riesentorlauf. Thea Louise Stjernesund (+1,08) aus Norwegen landete auf dem dritten Platz.
Bis auf Scheib gab es für die weiteren ÖSV-Athletinnen ernüchternde Ergebnisse. Katharina Liensberger fiel im zweiten Lauf zurück wurde Zehnte und hatte bereits 1,79 Sekunden Rückstand. Franziska Gritsch, die unter Ergebnisdruck steht, machte im zweiten Durchgang neun Plätze gut und landete auf Position 18. Lisa Hörhager (+2,73) fuhr auf den 22 Platz, vor ÖSV-Kollegin Nina Astner (+2,75) und Stephanie Brunner (+2,87), die 25. wurde.
"Ich bin schon sehr happy über den zweiten Platz. Ich habe mir nach dem Flachstück gedacht, dass ich auf den zehnten Platz zurückfalle. Aber ich hab dann echt noch einmal riskiert und bin sehr glücklich", erklärte die schwer atmende Scheib im "ORF"-Interview. "Die Alice war heute einfach besser. Sie war schon im ersten Durchgang klar besser", zeigte sich die ÖSV-Athletin fair.
Enttäuschend verlief das Rennen auch für Lokalmatadorin Mikaela Shiffrin. Die Ski-Queen konnte sich nach einem schwachen ersten Lauf, im zweiten Durchgang nur minimal verbessern und landete schlussendlich auf dem 14. Platz. Beim Rennen auf 3317 Metern hatten einige Athletinnen mit der Höhe zu kämpfen und stützten sich im Ziel sichtlich außer Atem auf ihre Stöcke. Auch ORF-Kamerafahrer Joachim Puchner gestand, dass ihm die dünne Luft zu schaffen machte.