Amandine Mengin kämpft nicht nur in der Loipe um Top-Ergebnisse, sondern auch gegen eine unheilbare Krankheit. Wie jetzt bekannt wurde, leidet die 21-jährige Junioren-Weltmeisterin seit Mai 2025 an einer unheilbaren Autoimmunerkrankung.
Bei der sogenannten Hashimoto-Thyreoiditis greift das Immunsystem die eigene Schilddrüse an. Die Krankheit gilt bis heute als unheilbar. Häufige Folgen sind Müdigkeit, Konzentrationsprobleme, Gewichtszunahme und ein deutlicher Leistungsabfall – gerade für Spitzensportler eine enorme Belastung.
"Als ich meine Blutuntersuchung machen ließ, stellten sie eine Schilddrüsenstörung mit alarmierenden Werten fest. Daraufhin unterzog ich mich einer Ultraschalluntersuchung der Schilddrüse, bei der diese Erkrankung diagnostiziert wurde“, sagte die 21-Jährige gegenüber dem "Nordic Magazine".
"Es ist schwer, von sich selbst zu sagen, dass man krank ist, wenn man es sich nicht ausgesucht hat", sagte Mengin offen über ihre Situation. Die Erkrankung ist von außen meist nicht sichtbar – genau das macht sie für viele Betroffene besonders schwierig.
Mengin musste nach der Diagnose ihren Alltag umstellen, passte ihre Ernährung an und setzte während der Saison auf glutenfreie Kost, um die Symptome besser in den Griff zu bekommen. Trotz der schweren Diagnose kämpfte sich die Französin in diesem Winter eindrucksvoll zurück. Nachdem sie medikamentös richtig eingestellt wurde, fand sie auch sportlich wieder zurück in Form.
Bei den Junioren-Weltmeisterschaften holte sie 2025 in der Staffel Gold und im Einzel-Bewerb Silber. Auch bei der EM überzeugte die 21-Jährige – dazu qualifizierte sie sich für die Weltcup-Rennen in Östersund, wo sie zweimal in die Top 30 lief.