Jahr für Jahr ist die Vierschanzentournee ein absolutes Highlight im Skisprung-Kalender. Die Bewerbe in Oberstdorf, in Garmisch-Partenkirchen, in Innsbruck und in Bischofshofen haben bereits Kultstatus, sind Fan-Magnet und auch ein besonderes Saisonziel für viele Springer.
Doch gerade in die Planungen der 75. Auflage im kommenden Weltcup-Winter mischt sich plötzliche Aufregung. Und sogar die Sorge, dass die so traditionsreiche Skisprungserie zerbrechen könnte. Grund dafür ist ein Finanzstreit zwischen dem Veranstalter des Neujahrsspringen in Garmisch und dem Deutschen Skiverband. Der Veranstalter soll demnach eine um 30 Prozent erhöhte Zahlung vom Verband verlangt haben, berichtet die "Bild".
Demnach würden die Veranstalter jedes Jahr einen niedrigen siebenstelligen Betrag vom Verband erhalten. Damit müsse die Infrastruktur finanziert werden, die Einnahmen aus Ticketverkäufen dürfen dann aber beim Veranstalter bleiben, während die Gelder der Sponsoren und die TV-Einnahmen an den DSV gehen. In den letzten 20 Jahren habe es jedenfalls keine Anpassung der Summe gegeben, weshalb aus Garmisch der geforderte Betrag nun um 30 Prozent erhöht wurde.
Beide Parteien würden zwar miteinander sprechen, trotzdem ist die Lage ernst. Garmisch fehlt aktuell sogar als Austragungsort im vorläufigen Weltcup-Kalender.
Derweil wird bereits ein möglicher Notfallplan vorbereitet. Das Neujahrsspringen könnte dann an einem anderen Ausführungsort stattfinden, im Raum steht etwa ein zweiter Bewerb in Oberstdorf. Vonseiten des DSV geht man nach wie vor davon aus, eine Lösung zu finden.