Neue Details kommen ans Licht

Winzer-Imperium insolvent – hat 81,5 Mio. Euro Schulden

Nach der Insolvenz von Domaines Kilger kommen erste Zahlen ans Licht – doch viele Details bleiben weiterhin offen.
Österreich Heute
12.03.2026, 20:58
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Die Insolvenz der Domaines Kilger GmbH & Co KG aus Gamlitz nimmt langsam konkrete Formen an. Nach der ersten Gläubigerversammlung zeigen sich erste Einblicke in die finanzielle Lage des Weinguts: Verbindlichkeiten von rund 81,5 Millionen Euro stehen Aktiva in Höhe von 68,6 Millionen Euro gegenüber. Ob dieser Wert tatsächlich zutrifft, muss allerdings noch geprüft werden.

Liegenschaften im Fokus

"Die Zahlen sind relativ. Fix dürften vor allem die Bankverbindlichkeiten von über 40 Millionen Euro sein, alles andere muss noch verifiziert werden", sagt Markus Graf vom Alpenländischen Kreditorenverband (AKV) laut dem ORF.

Der größte Teil der Aktiva besteht aus zahlreichen Liegenschaften, unter anderem in der Südsteiermark, in Wien und im Burgenland. "Es ist offen, ob diese Liegenschaften den angegebenen Wert haben", so Graf. Ein möglicher Verkauf hängt somit auch davon ab, ob Käufer zu entsprechenden Preisen gefunden werden können.

Risiken für Tochterunternehmen

Die Passiva setzen sich größtenteils aus Bankverbindlichkeiten zusammen, rund 34 Millionen Euro betreffen Forderungen innerhalb des Firmengeflechts. Folgeinsolvenzen einzelner Tochterunternehmen sind nicht ausgeschlossen, es ist derzeit jedoch noch unklar, welche Betriebe betroffen sein könnten.

Die Unternehmensgruppe beschäftigte vor wenigen Jahren rund 230 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Laut Rechtsanwalt Johannes Zink sollen das Weingut Gamlitz, der Jaglhof, das Schloss Gamlitz, der Stupperhof sowie die Peterquelle weitergeführt werden. Die erste Prüfungstagsatzung ist für den 23. April angesetzt.

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