Wie zuverlässig sind die Antigen-Schnelltests? Immer häufiger wird bei den Massentests von "falsch positiven" Ergebnissen berichtet. So wurde etwa in Wien an den ersten beiden Tagen bei insgesamt 106 Antigentests eine Infektion diagnostiziert.
Wie sich jetzt nun herausstellte, konnten von diesen 106 positiven Ergebnissen nach dem darauffolgenden PCR-Test nur 45 bestätigt werden, also weniger als die Hälfte. Wie ein Sprecher gegenüber der APA betonte, betrug in diesem Zeitraum die Falsch-Positiv-Rate bezogen auf die Gesamtzahl aller Testungen rund 0,14 Prozent. Die Positivrate an den ersten beiden Tagen lag insgesamt bei rund 0,2 Prozent.
Wie der TU-Forscher Florian Aigner auf Twitter erklärte, bedeutet das aber nicht, dass die Qualität der verwendeten Tests mangelhaft ist. Stattdessen würde es die generell geringe Zahl an positiven Tests im Zuge der Massentests widerspiegeln. Die verwendeten Tests seien von hoher Genauigkeit, betonte Gesundheitsstadtrat Peter Hacker (SPÖ), besonders bei negativen Ergebnissen.
Am Dienstag ließen sich in Wien an den drei Standorten insgesamt 26.032 Personen testen. Das war somit der stärkste Tag seit dem Start am Freitag. Insgesamt sind bisher 113.637 Tests in Wien durchgeführt worden (Stand Mittwochmittag). 669 Personen absolvierten noch direkt in den Teststraßen einen von den Wiener Gesundheitsbehörden angebotenen PCR-Test.
Bei den Massentests in Vorarlberg mussten 476 positive Ergebnisse mittels PCR-Verfahren überprüft werden, übrig blieben dann 404. In Tirol gab es bei den Antigentests 652 positive Ergebnisse. Bisher wurden 70 Prozent im Anschluss durch einen PCR-Test auch als positiv bestätigt, rund fünf Prozent der PCR-Ergebnisse stehen noch aus.