Immer mehr Menschen in Österreich sprechen sich für eine generelle Impfpflichtaus, um die Pandemie und damit den immer wiederkehrenden Lockdowns ein Ende zu bereiten. Am Mittwoch hat bereits der Rektor der Linzer Universität, Meinhard Lukas, eine allgemeine Impfpflicht gefordert. Man müsse diese Diskussion jetzt schnell führen. Er regte zudem an, dass diese Impfpflicht zeitlich beschränkt und immer wieder überprüft werden müsse.
Der steirische Landeshauptmann Herrmann Schützenhofer (ÖVP)hat sie ebenfalls gefordert und auch Wirtschaftsministerin Margarete Schramböck (ÖVP) ist für eine Impfpflicht, weil man nur so weitere Lockdown abwenden könne.
Nun hat sich im Gespräch mit "Heute" auch der oberösterreichische Wirtesprecher Thomas Mayr-Stockinger für eine solche Impfpflicht ausgesprochen. "Wenn das nicht passiert, dann haben wir im Mai den nächsten Lockdown", sagt er.
Mit dem nun kommenden vierten Lockdown ist er als Wirt natürlich nicht glücklich, hat aber durchaus Verständnis dafür. "Angesichts der Situation in den Krankenhäusern führt wohl kein Weg vorbei. Ich habe aber immer gesagt, dass eine geöffnete Gastro besser wäre. Weil sonst wandern die Menschen unkontrolliert und ungetestet in private Partys ab", sagt er.
Er fordert aber auch von Land und Bund Maßnahmen, damit die rund 6.000 Gastronomiebetriebe in Oberösterreich ausreichend unterstützt werden. "Da geht es um das wirtschaftliche Überleben", so Mayr-Stockinger. Und für die Zeit nach dem Lockdown hat er eine Hoffnung.
"Ich hoffe, dass uns nicht noch mehr Personal durch den Lockdown abhanden kommt. Denn die Situation ist schon jetzt für viele Betriebe sehr schwer", spricht er das Fehlen von Hunderten Mitarbeitern an. Denn die drei Lockdowns bisher haben dazu geführt, dass viele Gastro-Mitarbeiter in andere Branchen abgewandert sind.