Brisanter Leak

WK-Boss Ruck über Minister: "Typ Sachbearbeiter"

Walter Ruck, Präsident der Wiener Wirtschaftskammer, soll laut Geheim-Protokoll abfällige Bemerkungen über Wolfgang Hattmannsdorfer getätigt haben.
Newsdesk Heute
20.07.2026, 19:34
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Das sogenannte 'Stelzen-Gate' rund um Postenvergaben beim Chef der Wiener Wirtschaftskammer, Walter Ruck, zieht immer weitere Kreise. Nun sorgt ein geheimes Protokoll für neuen Wirbel.

Abfällige Aussagen über Parteifreund

Wie die "Krone" am Dienstag berichtet, zeigen gemeinsame Recherchen mit dem Magazin 'profil', dass Ruck in dem Protokoll auch über seinen Parteifreund, Wirtschaftsminister Wolfgang Hattmannsdorfer, gelästert haben soll.

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"Der Hattmannsdorfer ist so ein Typ, der ist Sachbearbeiter und Vorstandsassistent. Der kommt zu dir rein mit 300 Seiten, die er auswendig gestrebert hat, und will dir in zwei Minuten alle 300 Seiten erzählen", zitiert die "Krone" aus dem Protokoll. Außerdem soll Ruck den Wirtschaftsminister und seinen Parteifreund als "Obersachbearbeiter der Regierung" bezeichnet haben.

Gegenüber der "Krone" erklärt ein Sprecher Rucks, dass die Zitate aus einem Transkript einer "nicht verifizierbaren und potenziell illegal angefertigten Aufnahme" stammen. Man würde, so das Statement, die Arbeit von Hattmannsdorfer sehr schätzen.

"Degenerierten Oberösterreicher"

Neben dem Minister gerieten laut Protokoll auch andere Vertreter der Industrie sowie ein ganzes Bundesland ins Visier von Rucks Kritik. Der Wiener Kammer-Boss soll demnach auch von "degenerierten Oberösterreichern" gesprochen haben, die "vom Kaviar-Frühstück" gekommen seien. Dabei bezog sich Ruck laut Protokoll auf Vertreter aus der Industrie – Thema dürfte offenbar die umstrittene Kammerumlage 2 gewesen sein.

Auch diese Aussage wollte man gegenüber der "Krone" nicht bestätigen. Wie das Blatt berichtet, bestätigt ein Gesprächsteilnehmer sowohl das Treffen als auch die im Protokoll festgehaltenen Aussagen Rucks.

Forderung nach Aufklärung

Die Affäre sorgt damit weiterhin für Diskussionen innerhalb der ÖVP. Nach einer Kehrtwende forderte auch ÖVP-Kanzler Christian Stocker eine vollständige Aufklärung der Vorwürfe. Wirtschafts-Österreich-Präsidentin Martha Schultz distanzierte sich mittlerweile von Ruck.

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