Konkret geht es um die Elfmeterszene nach 13 Spielminuten. Da hatte der Schweizer Denis Zakaria eine Flanke in den Strafraum gebracht, der spätere Torschütze Breel Embolo per Kopf in Richtung von Remo Freuler verlängert. Der war dann von Mahmud Abunada im Tor der Kataris von den Beinen geholt worden, beide stießen zusammen. Schiedsrichter Said Martinez zeigte völlig zurecht auf den Elfmeterpunkt.
Danach wurde aber hitzig diskutiert. Denn bei den Wiederholungen, die während der TV-Übertragung gezeigt wurden, schien Freuler bei Embolos Kopfball hauchdünn im Abseits gestanden zu sein. Trotzdem gab Referee Martinez den Strafstoß. Embolo stellte dann souverän auf 1:0.
In sozialen Netzen wurde schnell hitzig diskutiert, Screenshots der Szene machten die Runde. Tatsächlich schien Freuler knapp aber doch im Abseits zu stehen. Dabei sollte eigentlich eine neue, modern umgesetzte, halbautomatische Abseitstechnologie, die auch 3D-Animationen ermöglicht, für fehlerfreie Abseits-Entscheidungen sorgen. Dass die Regie keine Linien und keine Abseits-Animation in der Folge einblendete, heizte die Spekulationen noch weiter an.
Ob Freuler tatsächlich im Abseits war? Unklar, das lässt sich nach aktuellem Stand auch nicht auflösen. Möglich, aber unwahrscheinlich, ist, dass das System gestreikt hat. Denkbar wäre vielmehr, dass zunächst lediglich eine Abseitssituation in der Entstehung überprüft worden war, auf Freulers Position dann schlichtweg "vergessen" wurde. All das sind aber lediglich Spekulationen.
Die FIFA hat den Sachverhalt jedenfalls nicht aufgeklärt.