Antonelli holt die vierte Pole Position seiner Karriere. Und das denkbar knapp. Der 19-jährige WM-Führende drehte im Qualifying von Monaco mit 1:12,051 Minuten die schnellste Runde, setzte sich knapp vor Red-Bull-Star Max Verstappen durch. Der Vierfach-Champion lag bis zum letzten Outing des "Silberpfeil"-Piloten auf Pole-Kurs, musste sich um 43 Tausendstel geschlagen geben, mit Antonelli schlug der Sieger der letzten vier Formel-1-Rennen zu. Auf dem Straßenkurs im Fürstentum ist die Pole Position bereits die halbe Miete.
"Das Team hat mir ein tolles Auto hingestellt, gestern haben wir noch Probleme gehabt", strahlte der Pole-Setter durchaus zufrieden. "Gestern hätte ich die erste Reihe genommen, auch heute Vormittag hatten wir Probleme. Ich bin glücklich, jetzt hier zu stehen", war Verstappen durchaus zufrieden.
Die beiden Ferrari-Piloten, die viele eigentlich in der Favoritenrolle gesehen hatten, mussten sich mit der zweiten Startreihe begnügen. Lewis Hamilton setzte sich auf dem letzten Drücker als Dritter (+0,228) vor seinem Teamkollegen Charles Leclerc durch. Mit Isack Hadjar (+0,383) und George Russell (+0,394) bleiben den beiden Teamkollegen von Antonelli und Verstappen bloß die Plätze fünf und sechs. Erst dahinter klassierten sich Oscar Piastri (+0,573) und Lando Norris (+0,714). Pierre Gasly im Alpine auf Rang neun und Liam Lawson als Zehnter konnten in der Entscheidung nicht mitreden.
Im ersten Qualifying-Abschnitt sorgte Audi-Pilot Gabriel Brotoleto 2.11 Minuten vor dem Ende für eine Rote Flagge, touchierte mit dem linken Vorderrad die Leitplanke an der Innenseite der Nouvelle Chicane nach dem Tunnel. Die Radaufhängung knickte ab, der Audi rollte aus. Bortoleto hatte sich zwar als 15. eigentlich für den zweiten Abschnitt qualifiziert, konnte aber nicht mehr mitfahren. Ausgeschieden sind derweil Esteban Ocon (17.) und Oliver Bearman im Haas (19.), Sergio Perez (18.) und Valtteri Bottas (20.) im Cadillac sowie die Aston-Martin-Piloten Fernando Alonso (21.) und Lance Stroll (22.).
Im Q2 mussten dann neben Bortoleto auch für die Williams-Piloten Alexander Albon (11.) und Carlos Sainz (12.), sowie für Nico Hülkenberg im zweiten Audi auf Rang 13, für Alpine-Fahrer Franco Colapinto (14.) und für Arvid Lindblad (Racing Bulls) als 15. Endstation.
Der Große Preis im Fürstentum geht am Sonntag um 15 Uhr über die Bühne.