Eishockey-Frieden

WM-Streik abgewendet! Frauen-Team mit Verband einig

Der Streit im österreichischen Frauen-Eishockey ist beigelegt. Verband und Spielerinnen haben sich kurz vor der historischen A-WM geeinigt.
Sport Heute
07.09.2026, 17:34
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Schulterschluss im harten, öffentlichen Eishockey-Streit! Der Österreichische Eishockeyverband (ÖEHV), die Nationalspielerinnen und die younion-Sportgewerkschaft konnten sich am Montag auf neue Rahmenbedingungen einigen.

Heißt: Der drohende Streik bei der anstehenden A-WM der Frauen ist abgewendet.

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Im Zentrum des Streits standen bessere und professionellere Bedingungen für die Spielerinnen. Bereits im März hatten sie dem Verband einen Katalog mit neun Forderungen übermittelt – unter anderem zu Vergütung, Betreuung, Unterbringung, Organisation und Kommunikation.

Weil aus Sicht der Spielerinnen konkrete Zusagen lange ausblieben, eskalierte der Konflikt. Elf Nationalspielerinnen verzichteten auf einen Lehrgang in der Slowakei, darunter Kapitänin Anna Meixner und mehrere weitere Leistungsträgerinnen. Zwischenzeitlich stand sogar ein Streik beziehungsweise Boykott der kommenden Weltmeisterschaft im Raum.

Nun wurde die Lage deutlich entschärft. Vereinbart wurde unter anderem ein neues Vergütungs- und Entschädigungsmodell, das ab 2027 für die Frauen-, Männer- und Para-Nationalteams gelten soll. Zusätzlich wurden Verbesserungen bei Betreuung, Unterbringung, Organisation und Kommunikation festgelegt.

Kapitänin Anna Meixner sagt: "Für uns bedeutet diese Einigung vor allem, dass wir uns wieder voll auf den Sport konzentrieren können. Die erste A-Weltmeisterschaft in der Geschichte des österreichischen Frauen-Eishockeys ist ein Meilenstein. Umso wichtiger ist es, dass wir als Mannschaft geschlossen dorthin fahren und uns auf das Wesentliche fokussieren können: Österreich bestmöglich zu vertreten."

Yasmin Stepina, ÖEHV-Vizepräsidentin: "Wir haben in den letzten Wochen intensiv und auf Augenhöhe mit den Spielerinnen gearbeitet – das Ergebnis ist eine echte Verbesserung für unser Frauen-Nationalteam. Mit dem neuen Vergütungsmodell, besseren Betreuungs- und Unterbringungsstandards sowie weiterer Maßnahmen setzen wir konkrete Schritte, die dem Team spürbar zugutekommen. Jetzt freuen wir uns gemeinsam auf die historische erste A-WM-Teilnahme im November."

Österreich nimmt von 6. bis 16. November in Dänemark erstmals an einer A-Weltmeisterschaft der Frauen teil.

younion-Vertreter Sascha Tomanek: "Diese Vereinbarung ist ein wichtiger Schritt für die weitere Entwicklung des Frauen-Eishockeys in Österreich. Viele der angesprochenen Themen wurden nun aufgegriffen und in konkrete Maßnahmen übersetzt. Darauf lässt sich aufbauen, um die Rahmenbedingungen für die aktuelle und die nächste Generation von Nationalspielerinnen weiterzuentwickeln."

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