Vier Kreuzbandrisse, sieben große Knieoperationen und unzählige Wochen in Spital und Reha: Die Schweizer Slalom-Spezialistin Aline Danioth hat mit gerade einmal 28 Jahren eine brutale Leidensgeschichte hinter sich.
Aufgeben kommt für sie aber nicht infrage. Ganz im Gegenteil: Rund 18.000 Kilometer von ihrer Heimat in der Schweiz entfernt arbeitet Danioth derzeit in Neuseeland an einer erfolgreichen Ski-Saison.
Und die ersten Ergebnisse stimmen. Am Mount Hutt raste die Schweizerin beim Australian New Zealand Cup bereits zweimal auf Platz zwei.
"Ich bin ohne große Einschränkungen durch Frühling und Sommer gekommen. Ich fühle mich sehr gut", sagt Danioth im "Blick".
Besonders wichtig sind für sie derzeit möglichst viele Rennkilometer. "Weil ich wegen meiner vielen Verletzungen in den letzten Jahren viele Rennen verpasst habe, tun sie mir besonders gut", erklärt die Schweizerin.
Schon im Frühling absolvierte Danioth innerhalb von nur drei Wochen neun Rennen. Jetzt setzt sie ihre Vorbereitung erstmals mit dem Schweizer Team in Neuseeland fort. "Es ist richtig cool. Ein megaschönes Land. Skifahren bleibt aber die Priorität Nummer 1."
Im vergangenen Weltcup-Winter schaffte Danioth zweimal den Sprung in die Punkteränge. Dabei landete sie in Flachau auf Rang 25. Zu oft schied sie allerdings aus oder verpasste die Qualifikation für den zweiten Durchgang.
Genau das soll sich in der neuen Saison ändern. "Es gab Bedingungen, bei denen ich mich unwohl gefühlt habe. Das will ich ändern."