Ottakringer, Red Bull, Mannerschnitten - Wenn es um Made in Austria geht, sind viele Österreicher in ihrem Patriotismus nicht mehr zu bremsen. Das hört sich allerdings bei der heimischen Mode auf.
Ottakringer, Red Bull, Mannerschnitten - Wenn es um „Made in Austria“ geht, sind viele Österreicher in ihrem Patriotismus nicht mehr zu bremsen. Das hört sich allerdings bei der heimischen Mode auf.
Bei der vergangenen MQ Vienna Fashion Week wurde ein Kollege aus New York neben eine vornehme Wiener Dame gesetzt. Beim Tratschen schwärmte sie ihm von den vielen österreichischen Designern vor, die doch so innovativ wären. Doch auf seine Frage was sie gerade selber trage, antwortete sie knapp: „Armani!“
Das ist nur allzu typisch für das was hierzulande die Modebranche an der Entwicklung hemmt. Das liebe Geld wird lieber in prestigeträchtige, ausländische Marken gesteckt, weil man sich damit vermeintlich Stil kaufen könne. Ein Trugschluss, den man spätestens beim Genuss diverser Society-Sendungen sieht. Dass eine traumhafte Brautrobe von Elfenkleid, ein edles Business-Kostüm von Shakkei oder eine coole Lederjacke von Tiberius genauso viel kann, wie die großen Namen der Modewelt, wissen nur wenige. Schade!