Wolf findet sein Impf-Vordrängler-Interview "überzogen"

Feldkirchs Bürgermeister Wolfgang Matt (ÖVP) verteidigte seine Impfung in der "ZiB2".
Feldkirchs Bürgermeister Wolfgang Matt (ÖVP) verteidigte seine Impfung in der "ZiB2".Screenshot ORF
Feldkirchs Bürgermeister Wolfgang Matt soll sich bei der Corona-Impfung vorgedrängelt haben. Armin Wolf befragte ihn dazu – zu lang, wie er meint.

In Österreich ist eine große Debatte über Bürgermeister und Promis entbrannt, die sich bei der Corona-Impfung regelrecht vordrängen und somit alten und vulnerablen Personen ihre Dosis streitig machen. Solche Vorwürfe richten sich auch gegen Wolfgang Matt (ÖVP), Bürgermeister von Feldkirch.

Die Vorgeschichte: Am Wochenende stand in Feldkirch kurzfristig Impfstoff zur Verfügung, weshalb im Seniorenheim Gisingen eine Impfstraße eingerichtet und der Großteil der Bewohner geimpft wurde. Allerdings auch in der Schlange: Stadt-Chef Wolfgang Matt, dem von der anwesenden Ärztin die Impfung verweigert wurde, weil er sich am Montag erst für eine Impfung vormerken sollte. Geimpft wurde er trotzdem von einem anderen Arzt mit der letzten verfügbaren Dosis. Während die Ärztin in den "Vorarlberger Nachrichten" ihrem Ärger Luft macht ("Es sind noch so viele Leute draußen gestanden, die eine Impfung dringender benötigt hätten", verteidigte sich der Stadtchef am Dienstag im "ZiB2"-Interview mit Armin Wolf.

"Einfach zu lang"

Wolf zeigt sich einen Tag später selbstkritisch angesichts des fast 13-minütigen Live-Interviews. "Das Interview war für den Anlass und den Gesprächspartner einfach zu lang", resümiert der Star-Journalist in einem Blog-Eintrag. "Dabei glaube ich gar nicht, dass die einzelnen Fragen falsch oder unberechtigt waren – jede meiner Fragen konnte man sinnvollerweise stellen. Es waren nur zu viele." Er gibt Kritikern recht, die die Passage in der Sendung "überzogen" nennen.

Doch es habe sich leider um ein Live-Interview gehandelt, das man eben nicht bearbeiten könne. Bürgermeister Matt habe auch live ins Studio kommen wollen. Wolf: "Wäre das Gespräch vor der Sendung aufgezeichnet worden, hätten wir es auf eine vernünftige Länge gekürzt – und dann hätte es auch gepasst." Auf seinem Blog veröffentlichte Wolf ein gekürztes Transkript, mit dessen Form das Gespräch laut dem Moderator funktioniert hätte.

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