Wolf liefert sich Eurofighter-Fight mit Heeres-Oberst

ZiB-2-Moderator Armin Wolf diskutierte auf Twitter mit Heeres-Oberst Michael Bauer.
ZiB-2-Moderator Armin Wolf diskutierte auf Twitter mit Heeres-Oberst Michael Bauer.Picturedesk
ORF-Mann Armin Wolf lieferte sich am Nationalfeiertag ein Twitter-Scharmützel mit Bundesheer-Oberst Michael Bauer. Es ging um einen Eurofighter-Flug.

Streit im Bild – und das am Nationalfeiertag. Am Tatort Twitter lieferte sich ZiB-Anchor Armin Wolf eine skurrile Diskussion mit dem Pressesprecher des Österreichischen Bundesheeres, Oberst Michael Bauer. Begonnen hat Samstagabend eigentlich noch alles ganz harmlos. Da dürfte der ORF-Starmoderator das Feiertagsprogramm studiert haben, ein Eurofighter-Flug über Wien inklusive. "PR-Flüge mit Abfangjägern am Nationalfeiertag sind in der Verfassung vorgeschrieben?", fragte Wolf zwei Verfassungsexperten auf Twitter. Nachsatz: "Echt jetzt?"

Wenige Minuten später konterte Militär-Sprecher Michael Bauer (noch mit einem Augenzwinkern): "In Wirklichkeit machen wir es nur deshalb, weil uns der ORF darum gebeten hat. Ihr Arbeitgeber überträgt ja morgen den ganzen Vormittag live und da wollte er ein spannendes Programm von uns haben. Und das bieten wir."

Doch bei Wolf blieben die Fronten verhärtet, bitter tippte er: "Ich wusste tatsächlich nicht, dass es Eurofighter-Flüge auf Bestellung gibt." Bauer: "Dann funktioniert die Interne Kommunikation im ORF wohl noch nicht ganz optimal." Doch auch dieses Argument wollte Armin Wolf nicht einfach so stehen lassen: "Da ich mit der Sendung nichts zu tun habe, gab es keinen Bedarf an näherer Kommunikation dazu", ließ er Bauer wissen. Noch einmal versucht es des Bundesheer-Oberst mit ein bisschen Frieden: "Ich kenne das. Ich bin auch oft völlig betriebsblind und nehme nur das wahr, was mich betrifft."

➤ Das war ORF-Mann Wolf dann zu viel des Guten. "Ich glaube, wir können es hier einstellen, auf dieser Ebene mag ich nicht", twitterte er.

Als ihm am Nationalfeiertag dann ein Follower "Bundesheer-Bashing" vorwirft, flammt der Social-Media-Disput erst so richtig auf: "Wenn Sie mein Tweet nochmal langsam lesen, werden Sie merken, dass es darum ging, dass der BH-Sprecher, Menschen quasi zur Verfassungsfeinden erklärt, die kritisieren, dass Abfangjäger zu Showzwecken über Wien fliegen. Sonst noch was?", donnerte Wolf gewohnt wortgewaltig.

Bauer an Wolf: "Unter jedem Niveau"

Das saß – aber Michael Bauer schlug zurück: "Das ist aber schon eine gewaltige Unterstellung. Das hätten ich Ihnen tatsächlich nicht zugetraut. Ich habe eine – zugegebenermaßen zugespitzte – Frage gestellt. Mir aber deshalb vorzuwerfen, Bürger 'quasi zu Verfassungsfeinden zu erklären', ist eine Unterstellung. Unter jedem Niveau." 

Wolf schlug dann vor: "Vielleicht wollen Sie Ihr eigenes Tweet nochmal lesen? 'Manche Zeitgenossen hyperventilieren, weil die Eurofighter 1x in 10 Jahren über Wien fliegen. Die Luftraumüberwachung ist Teil unserer Verfassung. Lehnen diese Mitbürger nur das Bundesheer oder die gesamte Verfassung ab?' Wikipedia: 'Als verfassungsfeindlich bezeichnet man Personen oder Organisationen, deren Ziele oder Ideen sich gegen grundlegende Verfassungswerte richten.'"

"Ich kenne ihn", replizierte der Heeresmann auf die Wolf-Aufforderung, den Tweet nochmals zu lesen. Bauer weiter: "Sie hingegen haben den letzten Satz herausgenommen. Das ist unseriös und journalistisch unlauter." Forsetzung folgt bestimmt.

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