93-Jähriger unter Verdacht

"Wollte nicht ins Heim" – dann flog Haus in die Luft

Vom explodierten Haus in Wien-Floridsdorf ist nicht mehr viel übrig. Laut "Heute" könnte ein Familienstreit hinter der verheerenden Explosion liegen.
05.07.2026, 13:19
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Ein berstender Knall, dann lagen überall Scherben und Schutt: Um 0:34 Uhr riss eine ohrenbetäubende Explosion Bewohner am Karl-Benz-Weg und in der Umgebung in Wien-Floridsdorf aus dem Schlaf.

Von mehreren Häusern barsten die Fensterscheiben, Ziegelsteine flogen in hohem Bogen über die Straße. "Wir dachten zuerst, es ist ein Erdbeben. Dann haben wir schon den Rauch gesehen", erzählt ein Mann aus der direkten Nachbarschaft am nächsten Morgen im Gespräch mit "Heute".

"Heute" auf Google als bevorzugte Quelle festlegen

Sein Garten ist nun voll mit Glasscherben, der Schaden an einer der beiden Hausseiten horrend. Schlimmer hat es den Nachbarn (93) erwischt. Von dessen Haus gegenüber ist nur noch ein Haufen Schutt übrig. Während die Baukräne bereits Trümmerteile wegräumen, liegt der rüstige Pensionist schwerverletzt auf der Intensivstation.

Dort wurde er wegen des Verdachts der vorsätzlichen Gemeingefährdung festgenommen. "Heute" kennt Details zur Vorgeschichte der mutmaßlich absichtlich herbeigeführten Gasexplosion. Dringend tatverdächtig: der 93-Jährige (für ihn gilt die Unschuldsvermutung).

"Er hat alleine gelebt, doch der Stiefsohn wollte ihn aus dem Haus haben und in ein Heim stecken", heißt es. Der rüstige Pensionist, der jeden Tag draußen war und noch selber Auto fuhr, habe ein lebenslanges Wohnrecht besessen. Am 8. Juli hätte eine Gerichtsverhandlung über den weiteren Verbleib des Mannes im Haus stattfinden sollen. "Die Familienangelegenheit geht schon seit zwei Jahren hin und her."

Der 93-Jährige sei trotz seines hohen Alters noch erstaunlich selbstständig. "Sein Lebenswille war da", heißt es. Der Nachbar erklärt: "Er hat uns jeden Tag angerufen und gesagt: 'Ich lebe noch." Durch die Explosion wurden mehrere Bewohner leicht verletzt – darunter eine Schwangere. Zwei Personen mussten kurzzeitig ins Spital gebracht werden.

Steffi (38), Martin (46), Markus (51) und Manuela (43) mit den Vierbeinern Bruno, Lotti und Horsti (v.l.n.r.) wohnen ganz in der Nähe, bekamen die Explosion mit.
Heute

Noch in der weiteren Nachbarschaft gingen die Alarmanlagen an, die Hunde schreckten auf. Steffi (38), Martin (46), Markus (51) und Manuela (43) sind schockiert über das Ausmaß der Zerstörung. Nach wie vor ganz durcheinander: Die Vierbeiner Bruno, Lotti und Horsti waren auf der morgendlichen Gassirunde nur schwer zu beruhigen.

Wie hoch der entstandene Schaden ist, steht derzeit noch nicht fest. Die Brandermittler arbeiten weiterhin daran, die genauen Umstände der Explosion zu klären.

{title && {title} } ct,da, {title && {title} } Akt. 05.07.2026, 15:30, 05.07.2026, 13:19
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