Würdest du deine Pension mit deinem Partner teilen?

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SymbolbildBild: picturedesk.com

Pensionssplitting heißt das Zauberwort, das vor allem Altersarmut von Frauen bekämpfen soll. Die neue Regierung überlegt, es verpflichtend für alle einzuführen.

An Scheidungen soll nicht immer einer schuld sein müssen. Das will sich die Regierung laut ihrem Programm genauer anschauen. Damit zusammen hängen Unterhaltsansprüche, die - wenn nicht in Anspruch genommen - vor allem bei Frauen in Altersarmut enden können.

Pension wird automatisch geteilt

Deshalb ist ein zweites Thema für Türkis-Grün wichtig: Das automatische Pensionssplitting. Es ist bisher freiwillig möglich, in Zukunft könnte es der Regelfall werden.

Warum ist das wichtig? Frauen, die nach wie vor den Hauptteil der Kinderbetreuung übernehmen und deshalb oft viele Jahre lang Teilzeit arbeiten, spüren das nicht nur akut (weil weniger Gehalt), sondern auch später im Ruhestand.

Halb so viel Pension

Mütter haben eine viel kleinere Pension und rutschen deshalb leichter in die Altersarmut, während der Vater sein Leben lang normal gearbeitet und deshalb eine bessere Pension hat.

Mehr als 89 Prozent der Männer, die in Pension gehen, haben mehr als 40 Versicherungsjahre gesammelt. Bei den in Pension gehenden Frauen sind es nur 41 Prozent. Auch die durchschnittliche Pensionshöhe der Männer die 2018 in Pension gingen war fast doppelt so hoch wie die der Frauen (2.268,40 Euro vs. 1.292,05 Euro).

Pensionssplitting - so geht's

Für die Jahre der Kinderbetreuung können Eltern derzeit ein freiwilliges Pensionssplitting beantragen. Die im Pensionskonto eingetragenen Gutschriften für diese Zeit werden automatisch übertragen.

Der Elternteil, der sich um die Kinder kümmert, erhält für maximal sieben Jahre (bei mehreren Kindern 14 Jahre) eine Gutschrift am Pensionskonto. Die Höhe der Übertragung kann für jedes Jahr selbst bestimmt werden.

Bisher wurde das Pensionssplitting in Österreich wenig genutzt. Wohl auch, weil es extra beantragt werden muss. Zwischen 2010 und 2017 gingen nur 954 Anträge ein. Im Jahr 2018 waren es immerhin schon 412.

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Maria Theresia von ÖsterreichGood NewsPolitik

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