Wut-Bauer pflügt "Corona-Plan" der Regierung nieder

Wut-Bauer Leo Steinbichler macht seinem Ärger über die "Corona-Maßnahmen" der Regierung in einem Facebook-Video Luft.
Wut-Bauer Leo Steinbichler macht seinem Ärger über die "Corona-Maßnahmen" der Regierung in einem Facebook-Video Luft.Facebook
Viele heimische Landwirte stehen aufgrund der Corona-Krise vor dem Ruin. "Wir können unsere Höfe von Versprechungen und Inszenierungen allein nicht erhalten", poltert der oberösterreichische Landwirt Leo Steinbichler auf Facebook. Sein Video wurde bereits über 30.000 Mal gesehen.     

"Die Landwirtschaft hat in allen Bereichen größte Einbussen, wir haben Preise wie vor 40 Jahren!", macht der 60-Jährige seinem Ärger auf seiner Facebook-Seite Luft. Kritik erntet auch der von der Bundesregierung mit Vertretern der Landwirtschaftskammer, der Gastronomie und des Lebensmittelshandels abgehaltene "Regionalgipfel". "Unsere Produkte werden verschleudert und ausländische Billigprodukte importiert - was ist jetzt, liebe Regierung?", fragt Steinbichler.

Regierung erntet heftige Kritik

Die Land- und Forstwirtschaft ist von den Auswirkungen der Corona-Krise massiv betroffen. Infolge der notwendigen Corona-Einschränkungen waren es zuerst die Gärtnereien, deren aufgezogenen und fertigen Frühjahrswaren nicht verkauft werden durften, und die "Urlaub am Bauernhof"-Betriebe mussten ihre Tätigkeit von einem Tag auf den anderen einstellen. Der Wegfall von Gastronomie und Tourismus als Abnehmer der bäuerlichen Produkte und die Schließung der Grenzen hatten enorme Auswirkungen. Allein in Wien fehlten 1.000 Erntehelfer. 

"Keiner wird hängengelassen, jeder Euro wird ersetzt - jetzt sehen wir, was rausgekommen ist", ärgert sich Steinbichler. Denn von der versprochenen "Corona-Soforthilfe" allein könnten viele Landwirte - sofern sie diese bereits erhalten haben - ihre Höfe nicht länger erhalten.

Regionalität und Nachhaltigkeit muss stimmen

Immer mehr Konsumenten legen großen Wert auf Regionalität, Qualität und Nachhaltigkeit. Deshalb brauche es eine nachvollziehbare und transparente Lebensmittelkennzeichnung, damit die Konsumenten zwischen ausländischen Billigimporten, die oftmals in Österreich weiterverarbeitet und als "made in Austria" in den Handel gelangen, und regionaler Ware unterscheiden können. "Wo Österreich drauf steht, muss Österreich drin sein", fordert der Oberösterreicher.

Das Video des resoluten "Wut-Bauers" vor seinem Mähdrescher schlägt in den sozialen Medien hohe Wellen. Steinbichlers Video ist in wenigen Stunden schon knapp 30.000 Mal gesehen, knapp 400 Mal geteilt worden.  

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