Dabei waren die Wiener gleich zwei Mal in Führung gegangen, kassierten beide Mal den Ausgleich der bissigen Niederösterreicher. Im zweiten Durchgang war dann komplett der Faden gerissen. Während die "Wölfe" Tor um Tor aus Kontern erzielten, ging den "Veilchen" die Luft aus.
Deshalb war Austria-Coach Christian Ilzer nach dem Spiel auch auf 180. "So kann man nicht verteidigen, wir haben viel zu viele Räume hergegeben. Das ärgert mich massiv", schüttelte der 42-Jährige bei Sky den Kopf.
"Da haben heute die Basics gefehlt: Laufbereitschaft, die physische Komponente, die Duell-Qualität. Für einen Sieg muss man stabil stehen, die Duelle gewinnen. Da reicht es auch nicht, im Mittelfeld den Ball zirkulieren zu lassen", so Ilzer weiter.
Der Austria-Coach hatte schon zu Beginn immer wieder von der Seitenlinie aus nachjustieren müssen. "Wir hatten eine gute Ballkontrolle, aber ich hab schon gespürt, dass wir nicht nahe am Mann sind. Man hat gesehen, dass wir nicht am Punkt waren."
Zurück auf dem Punkt sollten die "Veilchen" aber am Dienstag sein. Im Auswärtsspiel gegen Altach geht es um den Gruppensieg. Punkten die Wiener, ist der Sieg der Qualifikationsgruppe so gut wie fix. Damit verbunden ist das Heimrecht im Play-off-Halbfinale um das letzte Europa-League-Ticket. Doch nach den bisher gezeigten Leistungen sind die Ländle-"Kicker" in der Favoritenrolle.