Frust pur in Wolfsburg. Nach 29 Jahren muss der VW-Werksklub erstmals aus der deutschen Bundesliga absteigen. Die "Wölfe" verloren am Montagabend das Rückspiel der deutschen Relegation gegen den Zweitliga-Dritten Paderborn mit 1:2 nach Verlängerung. Laurin Curda erzielte in der 100. Minute den entscheidenden Treffer. Und stürzte Wolfsburg damit ins Tal der Tränen.
Bei den Gästen war die Ratlosigkeit, die Leere, die Verzweiflung unmittelbar nach dem Schlusspfiff augenscheinlich. Sie hatten hart gekämpft, nachdem Joakim Maehle in der 14. Minute mit Gelb-Rot vom Platz geflogen war.
Wie groß der Frust beim Verein des angeschlagenen Patrick Wimmer tatsächlich war, zeigte sich nach dem Schlusspfiff in den Stadionkatakomben. Da klafften nämlich riesige Risse in einer Glastür. Wolfsburg-Spieler Jeanuel Belocian soll der "Übeltäter" gewesen sein, berichtet "Sport1".
Er habe der Tür mit einem Glaselement, die zum Kabinentrakt der Gäste im Paderborner Stadion führt, einen heftigen Tritt verpasst. Die Konsequenz war, dass das Glas gesprungen war. Die so beschädigte Tür war zunächst notdürftig mit Klebeband wieder repariert worden.
"Wenn man absteigt, tut es weh. Die Enttäuschung ist auch bei mir groß, weil wir hatten eine sehr intensive Zeit in den letzten neun bis zehn Wochen. Wir haben alles versucht und auch die Spieler haben alles investiert, um den Klassenerhalt zu schaffen", meinte Trainer Dieter Hecking. In der Wolfsburg-Kabine seien dann auch Tränen geflossen, wie Aufsichtsratsmitglied Diego Benaglio erklärte.