Rapid hat mit dem 3:0 gegen Ried doch noch das Minimalziel erreicht und sich das Ticket für die Conference-League-Qualifikation gesichert. Nach dem geglückten Comeback gegen die Innviertler überwog bei den Hütteldorfern vor die Erleichterung.
"Es war ein unglaublich wichtiger Sieg für uns. Wir sind froh, weil das internationale Geschäft unser Ziel war", erklärte Trainer Johannes Hoff Thorup nach dem Schlusspfiff. Der Däne betonte erneut, dass die Mannschaft Zeit benötigt. "Es ist mein schönster Moment als Rapid-Trainer. Dieses Team braucht jetzt Konstanz. Gute Dinge benötigen Zeit. Ich weiß aber, dass die kommenden sechs Monate nicht einfach werden."
Rapid drehte den 1:2-Rückstand aus dem Hinspiel dank Doppelpacker Jakob Schöller und Joker Louis Schaub noch souverän. Thorup stellte aber auch klar, dass solche Leistungen künftig der Standard werden müssen. "Unsere Erwartungen sind solche Leistungen wie heute. Es muss unser Anspruch sein, diese nächste Saison dauerhaft zu zeigen."
Sportchef Markus Katzer sprach nach der nervenaufreibenden Saison von einer schonungslosen Aufarbeitung. "Extrem durchwachsen und extrem schwierig. Es war wirklich nervenaufreibend und hat extrem viel Energie gekostet", sagte der Geschäftsführer Sport. Rapid habe "in dieser Saison nichts ausgelassen".
Gleichzeitig kündigte Katzer bereits Veränderungen für den Sommer an. "Wir haben schon einen Transfer abgeschlossen, der wird in den nächsten Tagen publik gemacht. Der uns sehr gut tun wird." Einen großen Umbruch werde es aber nicht geben. Stattdessen sollen mehrere Talente aus dem eigenen Nachwuchs hochgezogen werden.
Auch zu Youngster Nikolaus Wurmbrand bezog Katzer klar Stellung. "Aktuell ist es so, dass wir kein Angebot haben. Und auch nicht darüber nachdenken müssen." Der Angreifer sei sportlich und menschlich wichtig für die Mannschaft.