Wunsch von Hoff Thorup

Shootingstar Bajlicz zu Rapid? Ried-Boss mit Klartext

Nicolas Bajlicz glänzt bei Ried als Schlüsselspieler und weckt Begehrlichkeiten. Rapid hat ihn im Blick, doch auch deutsche Klubs zeigen Interesse.
Georg Steinschnack
28.04.2026, 06:58
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Er ist einer der Senkrechtstarter der SV Ried in dieser Saison: Nicolas Bajlicz. Ohne Bundesliga-Einsatz kam er Ende August aus Hütteldorf und entwickelte sich im Innviertel zum absoluten Leistungsträger. So ist er im starken Aufstiegsjahr der Innviertler gesetzt und glänzt durch seine Ballsicherheit und seine Fähigkeiten im Spielaufbau.

Nicht ohne Grund lobte Ried-Trainer Maximilian Senft im Februar im "Heute"-Interview den 21-Jährigen: "„Nico” steuert den Rhythmus unseres Spiels sehr gut, denn er verfügt über starke Dribblingfähigkeiten und bleibt auch unter Druck sehr ruhig. Diese Art, das Tempo zu kontrollieren, passt hervorragend zu unserer Spielweise."

Fiala bleibt entspannt

Diese Herangehensweise dürfte auch bei seinem ehemaligen Verein Rapid Wien Anklang gefunden haben. So soll Trainer Hoff Thorup, der großen Wert auf Ballbesitz legt, ein großer Fan des Mittelfeldspielers sein. Bei den Wienern soll es zudem eine Rückkaufklausel geben, die sie bis zu einem gewissen Datum ziehen müssen. Sport-Chef Markus Katzer hielt sich gegenüber dem "Kurier" wie gewohnt bedeckt, lobte aber: "Bajlicz ist ein sehr interessanter Spieler, der sich in Ried stark entwickelt hat."

In Ried zeigt man sich hingegen entspannt. Zumal der Spieler wisse, was er an Ried habe, wie Wolfgang Fiala "Heute" verriet: "Wir haben im letzten Sommer an ihn geglaubt und Bajlicz eine Chance in der Bundesliga gegeben. Seitdem hat er sich super entwickelt, wofür er ein riesiges Kompliment verdient hat. Die Entscheidung über seine Zukunft muss er selbst treffen. Ich glaube aber, dass wir ihm in Ried eine tolle Plattform bieten können."

Ärger mit Rapid

Außerdem darf zumindest bezweifelt werden, dass sich Bajlicz wirklich für die Hütteldorfer interessiert. Angeblich liegen ihm auch Angebote aus der zweiten deutschen Bundesliga vor. Zudem war sein Abgang im Sommer durchaus unrühmlich. So wollte der U21-Teamspieler nicht mehr in der zweiten Mannschaft spielen, was bei den Verantwortlichen für Verstimmung sorgte. Anschließend wechselte er nach Ried, wodurch den Hütteldorfern ein künftiger Leistungsträger durch die Finger ging.

Davon wollen die Rieder nun profitieren und ihn auch in der kommenden Saison im Innviertel halten. Dafür müssen sie aber die Klasse halten. Derzeit sieht es mit Platz eins in der Qualifikationsgruppe gut aus. Für den fixen Klassenerhalt braucht es einen Punkt aus den letzten drei Spielen, am besten schon am Samstag im Heimspiel gegen Blau-Weiß Linz. "Je früher wir den Klassenerhalt fixieren, desto einfacher ist es, den Kader für die nächste Saison zu planen. Nichtsdestotrotz wird einem in der Bundesliga nichts geschenkt – das haben wir am Samstag (1:0 Niederlage bei der WSG Tirol) zu spüren bekommen. Ich vertraue der Mannschaft aber, dass wir es schaffen werden", so Fiala.

Ein Fixpunkt der Planung wäre dabei die Verpflichtung des Top-Torjägers Kingstone Mutandwa, der in dieser Saison bereits 13-mal getroffen hat. Dem Vernehmen nach besitzt die SV Ried eine Kaufoption in Höhe von 750.000 Euro. Sollte Ried diese ziehen, erscheint es dennoch unrealistisch, dass der Sambier in Zukunft im Innviertel auf Torejagd gehen wird. So besitzt Cagliari eine Rückkaufklausel oder Ried wird ihn direkt weiterverkaufen. So oder so - es bleibt spannend im Innviertel.

{title && {title} } gst, {title && {title} } Akt. 28.04.2026, 09:20, 28.04.2026, 06:58
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