Im Winter holte Rapid Yusuf Demir von Galatasaray zurück. Gespielt hat der 22-Jährige noch keine Sekunde. Zwei Mal saß das ewige Talent auf der Bank, zuletzt auf der Tribüne. "Das Außenband war gezerrt", verrät der Offensivmann in einem seiner seltenen Interviews auf "Sky". "Ich möchte so schnell wie möglich auf dem Platz stehen."
Ohne Demir siegten die Hütteldorfer gegen den LASK mit 4:2. "Man sieht, was wir vorhaben, dass wir dominieren wollen", lobte das grün-weiße Eigengewächs seine Kollegen.
Der Linksfuß ist zum bereits dritten Mal in seiner Karriere bei Rapid. Im Juli 2021 verließ er Wien per Leihe Richtung Spanien. "Wenn Barcelona anruft, kann man sich sicher sein, dass niemand Nein sagen wird", meint der viermalige ÖFB-Teamspieler. "Es war immer ein Traum von mir. Ich habe Barcelona gesehen, stand auch kurz vor der Verpflichtung – doch dann gab es andere Probleme."
Hintergrund: Die Katalanen waren in finanziellen Nöten, hätten Demir ab zehn Einsätzen um zehn Millionen Euro verpflichten müssen. Der Österreicher wurde daher nach seiner neunten Partie nicht mehr aufgeboten, das Abenteuer Barcelona war nach einem halben Jahr zu Ende, die Rückkehr zu Rapid perfekt.
Doch lange hielt sich Demir nicht in Hütteldorf auf. Im Sommer klopfte Galatasaray an, verpflichtete das damals noch immer junge Talent. Glücklich wurde der Messi-Fan auch in der Türkei nicht. Auch eine Leihe zum FC Basel brachte wenig Erfolg.
"Bei Galatasaray ist es etwas anders verlaufen, als ich erwartet hatte", gesteht Demir. "Nichtsdestotrotz war es die Erfahrung wert."
Der 1,73 Meter große "Dribblanski" sagt nach seiner neuerlichen Rapid-Rückkehr: "Ich bin mir sicher, dass ich in Zukunft wieder für Furore sorgen kann."