Zwischen Rapid und Lukas Grgic herrscht Funkstille – und das, obwohl der Vertrag des Mittelfeldspielers zu Saisonende ausläuft. Das offenbarte der Spieler und zeigte sich verwundert über das Vorgehen seines Klubs. "Heute haben sie mir angekündigt, dass wir reden. Aber bis heute gab es kein Gespräch. Weder Gespräche, noch Verhandlungen", erklärte der sichtlich enttäuschte Grgic bei Sky.
Dabei betonte der Mittelfeldspieler, wie sehr ihm Rapid weiterhin am Herzen liegt. "Ich bin Rapidler mit Leib und Seele. Bis zu meinem letzten Tag mache ich das professionell", stellte Grgic klar und gestand: "Wenn bis 25. Mai noch nicht gesprochen wird, dann wissen wir alle, dann weißt du, was Sache ist ..."
Wie die renommierte polnische Sportzeitung "Przeglad Sportowy" berichtet, beschäftigt sich der Rekordmeister Legia Warschau intensiv mit dem 30-Jährigen. Demnach sollen bereits Gespräche laufen. Der Rapidler soll vor allem Thema sein, weil Legias Sechser Jürgen Elitim den Verein verlassen wird und es in die Türkei zu Bursaspor zieht.
Grgic soll diese Lücke füllen. Der Rapid-Profi gilt als zweikampfstark und erfahren – und wäre nach seinem Vertragsende nach der Saison ablösefrei zu haben. Ob der Mittelfeldspieler dem Traditionsklub allerdings tatsächlich weiterhelfen kann, bleibt abzuwarten. Bei Rapid kam der Mittelfeldspieler nur in 16 von möglichen 32 Spielen zum Einsatz und erhielt in der Bundesliga-Saison nur 24 (!) Prozent der Spielminuten.
Laut polnischen Medien muss Legia Warschau künftig finanziell kleinere Brötchen backen. Und genau deshalb soll Grgic eine attraktive Lösung sein, auch wenn er bei Rapid ein durchwachsenes Jahr hinter sich hat. Legia zählt mit 15 Meistertiteln zu den größten Klubs des Landes, hinkte zuletzt aber den eigenen Ansprüchen hinterher. In der abgelaufenen Saison reichte es in der Ekstraklasa nur für Rang sechs.