Wut-Oma: "Werde von maskenlosen Bauarbeitern erpresst"

Wut-Oma Zita B.
Wut-Oma Zita B.Imago Images (Symbolbild) / Privat
Eine 84-Jährige "Heute"-Leserin lebt in Wien-Floridsdorf in einem Haus, das seit Monaten saniert wird. Masken sucht man bei den Arbeitern vergeblich.

Zita B. ist mit den Nerven am Ende, erzählt sie im Gespräch mit "Heute". Die 84-Jährige lebt in einem Wohnhaus im 21. Wiener Gemeindebezirk. Das Haus wird ausschließlich von Senioren bewohnt, knapp 20 Parteien leben auf vier Stockwerke verteilt. Seit nun etwas über neun Monaten wird dieses Haus saniert. Einige Arbeiten finden auch direkt in den Wohnungen der Pensionisten statt. Besonders dabei stören sich die Senioren, die der Reihe nach in ihren Wohnungen teilweise zwangsläufig mehrtägigen Besuch von den Bauarbeitern erhalten, daran, dass die Arbeiter konsequent bei ihrer Tätigkeit auf Masken verzichten.

"Als gäbe es kein Corona"

"Die rennen herum, als gäbe es kein Corona", ärgert sich die 84-Jährige Wienerin. "Wo gibt's denn so was?" – na ja, offenbar in Floridsdorf. Und, wenn man sich ein bisschen umhört, nicht nur da, will Frau B. wissen: "Das dürfte auf Baustellen gang und gäbe sein, dass ohne Masken gearbeitet wird. Meine Schwester wohnt in Simmering und hat auch so etwas erzählt".

In jedem Fall gilt auf Baustellen eine klare Verordnung, wonach bei Arbeiten mit Kundenkontakt immer FFP2-Masken getragen werden müssen. Nachdem sie die Arbeiter zur Rede stellte, bekam die Seniorin die freche Antwort, dass wenn sie sich beschwere, die Sanierungen eben langsamer voranschreiten würden und sie im nächsten Winter ohne voll abdichtende Fenster in ihrer Wohnung sitzen müsse. "Das ist Erpressung!", tobt Zita B. Sie will nun einen Rechtsanwalt einschalten. Immerhin: Geimpft ist sie schon.

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