Im Max Opravil Hof in Wien-Meidling machen Unbekannte seit geraumer Zeit die Stiegenhäuser unsicher. In einer Stiege urinierten Rowdys und hinterließen Müll und Drogenreste. Im selben Gemeindebau geht es mittlerweile noch schlimmer zu: Türen und Briefkästen wurden aufgebrochen, auch Spritzen und Alkohol findet man in der Stiege vor. Ein Wiener hatte die Schnauze voll und konfrontierte jene, die sich unerlaubt Zutritt zum Gebäude verschafften.
Der Bewohner der besagten "Waschküchenstiege" konfrontierte zwei Männer, die sich auf dem Obergeschoss des Gebäudes befanden. Während einer mit Drogenbesteck herumhantierte, stand sein Kollege Schmiere. Der Bewohner konfrontierte die Herren und fragte wutentbrannt, was sie denn hier suchten. "Auf dem Boden war eindeutig Drogenbesteck zu sehen", ist sich Saba sicher.
Einer der beiden Männer antwortete frech: "Ich warte hier auf einen Freund", während auf dem Boden Drogenbesteck zu sehen waren. Auf Anschuldigungen des wütenden Anrainers reagierte der Unbekannte mit einer Gegenfrage: "Habe ich Dreck gemacht?". "Heute"-Leser Saba alarmierte daraufhin die Wiener Polizei – die Unbekannten flüchteten, ehe die Beamten vor Ort eintrafen. Bald soll aber Schluss mit den Ausreden sein – meint auch Wiener Wohnen.
Eine Pressesprecherin von Wiener Wohnen bestätigte auf Anfrage von "Heute", dass der Umbau vom Pin- auf ein Chipkartensystem für alle Stiegenhäuser mit Waschküche beauftragt wurde. Die Umbauarbeiten werden voraussichtlich im Juni erfolgen. Mit dieser Maßnahme soll das Betreten der Stiegenhäuser durch unberechtigte Personen verhindert werden. Bis dahin müssen sich die Bewohner wohl mit Abfall und Spritzen in der Stiege abfinden.
Ein Pressesprecher der Wiener Polizei wies indes darauf hin, bei ähnlichen Vorfällen umgehend die Grätzelpolizei zu verständigen. Diese sei im konstanten Austausch mit den Bewohnern. Zudem soll das Polizeiaufgebot in der Umgebung in nächster Zeit deutlich erhöht werden.