Ganz neue Siri

WWDC26: So verändert Apple iPhone & Mac für immer

Neue Funktionen für iPhone, iPad und Mac sind unterwegs. Apple setzt auf KI, Sicherheit und schnellere Geräte im Alltag – sowie eine brandneue Siri.
Digital  Heute
08.06.2026, 20:48
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Auf der Entwicklerkonferenz WWDC26 hat Apple einen Ausblick auf die nächste Generation seiner Software gegeben. Im Zentrum der Präsentation standen die neuen Betriebssysteme iOS 27, iPadOS 27, macOS 27, watchOS 27, visionOS 27 und tvOS 27. Viel Aufmerksamkeit erhielt dabei eine neue Version der Sprachassistenz Siri – sie wird allerdings vorerst auf iPhones und iPads in der EU nicht aktiviert, sondern nur auf der Apple Watch, Macs und der Vision-Brille laufen. Gleichzeitig kündigte der Konzern neue Werkzeuge für Familien und mehr Sicherheit an.

Apple-Manager Craig Federighi erklärte bei der Vorstellung, man wolle Nutzerinnen und Nutzer im Alltag auf noch mehr Arten unterstützen. Die nächste Ausbaustufe von Apple Intelligence sowie die Einführung von Siri AI seien dabei zentrale Bausteine. Der wichtigste Schwerpunkt der WWDC26 war die neue Generation von Siri. Unter dem Namen Siri AI führt Apple eine grundlegend überarbeitete Variante seines Sprachassistenten ein. Diese soll deutlich besser verstehen, was Nutzerinnen und Nutzer gerade tun, wonach sie suchen oder was sie wollen.

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Siri soll persönlicher und deutlich schlauer werden

Künftig soll Siri etwa Nachrichten, E-Mails oder Fotos durchsuchen können, um Fragen zu beantworten oder Aufgaben zu erledigen. Auch App-übergreifende Aktionen sollen möglich werden. Damit nähert sich Apple Funktionen an, die zuletzt bei anderen KI-Assistenten stark in den Fokus gerückt sind. Neu ist außerdem, dass Siri Informationen direkt vom Bildschirm erfassen kann. Wer etwa eine Frage zu einem angezeigten Inhalt hat, soll diese direkt an die KI stellen können. Zusätzlich kann Siri aktuelle Informationen aus dem Internet abrufen.

Apple führt dafür sogar eine eigene Siri-App ein. Dort sollen frühere Unterhaltungen gespeichert und über iCloud zwischen verschiedenen Geräten synchronisiert werden. Nach Angaben des Unternehmens bleibt die Synchronisation dabei privat und geräteübergreifend verfügbar. Nicht nur Siri erhält neue KI-Fähigkeiten. Apple baut die Funktionen von Apple Intelligence in zahlreiche Anwendungen ein. Die künstliche Intelligenz soll künftig beim Bearbeiten von Fotos helfen, beim Verwalten geöffneter Safari-Tabs unterstützen und neue Möglichkeiten bieten.

Apple Intelligence soll in viele Apps einziehen

Auch die Kreativ-App Image Playground wird ausgebaut. Apple nennt Verbesserungen für alltägliche Aufgaben, die sich über verschiedene Anwendungen hinweg bemerkbar machen sollen. Viele Details dazu werden erst mit den kommenden Testversionen sichtbar werden. Wichtig ist dabei, dass Apple Intelligence nicht auf allen Geräten läuft. Unterstützt werden laut Apple unter anderem die iPhone-16-Modelle, das iPhone 15 Pro und iPhone 15 Pro Max, iPads mit M1-Chip oder neuer, Macs mit M1-Prozessor oder neuer sowie die Apple Vision Pro.

Ein zweiter großer Schwerpunkt der WWDC26 betrifft Familien. Apple erweitert seine Möglichkeiten zur Kindersicherung deutlich. Eltern sollen künftig genauer festlegen können, welche Apps ihre Kinder nutzen dürfen und mit wem sie kommunizieren können. Bereits bei der Einrichtung eines Kinderkontos werden automatisch altersgerechte Schutzmaßnahmen aktiviert. Über einen neuen Assistenten können Eltern bestimmen, welche Anwendungen freigegeben werden. Neue Apps sollen nicht einfach ohne Zustimmung hinzukommen.

Bildschirmzeit soll einfacher kontrollierbar werden

Auch die Kommunikationssicherheit wird ausgebaut. Eltern können künftig verlangen, dass neue Kontakte zunächst genehmigt werden müssen. Zudem lassen sich automatische Schutzmaßnahmen aktivieren, wenn gewalttätige oder explizite Inhalte geteilt werden. Apple reagiert damit auf eine Debatte, die seit Jahren viele Familien beschäftigt. Smartphones sind für Kinder und Jugendliche alltägliche Begleiter geworden, gleichzeitig wächst die Sorge über problematische Inhalte und übermäßige Bildschirmzeit.

Passend überarbeitet Apple die Funktionen zur Bildschirmzeit. Eltern erhalten Empfehlungen für Nutzungszeiten, die sich an Erkenntnissen aus Medizin und Entwicklungsforschung orientieren. Darüber hinaus lassen sich Zeitpläne für unterschiedliche Tageszeiten festlegen. So können Eltern bestimmen, welche Apps morgens, nachmittags oder abends verwendet werden dürfen. Die Übersicht zur Gerätenutzung wurde neu gestaltet. Sie zeigt unter anderem die durchschnittliche Nutzungsdauer sowie die am häufigsten verwendeten Apps.

Bis zu 30 Prozent schnelleres Starten von Apps

Apple richtet außerdem eine eigene Informationsplattform für Eltern ein, auf der Fragen rund um digitale Sicherheit und Mediennutzung beantwortet werden sollen. Neben KI und Kinderschutz nahm Apple auch zahlreiche technische Verbesserungen in den Fokus. Das Unternehmen verspricht, dass sich viele Geräte im Alltag spürbar schneller anfühlen sollen. Nach den von Apple durchgeführten Tests starten Apps auf iPhone und iPad mit den neuen Betriebssystemen um bis zu 30 Prozent schneller als bisher.

Apple Intelligence bildet die technische Grundlage für viele neue KI-Funktionen auf iPhone, iPad, Mac, Apple Watch und Vision Pro.
Apple

Fotos sollen nach dem Aufnehmen um bis zu 70 Prozent schneller verfügbar sein. AirDrop-Übertragungen sollen sogar um bis zu 80 Prozent beschleunigt werden. Besonders auffällig fällt laut Apple die Verbesserung bei Dateitransfers auf dem iPad aus. Das Arbeiten mit externen Laufwerken soll dort bis zu fünfmal schneller möglich sein als bisher. Suchfunktionen in Spotlight, Fotos und Mail wurden überarbeitet. Ziel sei es, Suchergebnisse zuverlässiger und relevanter zu machen. Die Mail-App erhält ein neues System zur Priorisierung wichtiger Treffer.

Änderungen am Design bleiben moderat

Nachdem Apple im Vorjahr mit "Liquid Glass" ein neues Erscheinungsbild eingeführt hatte, setzt der Konzern nun stärker auf Individualisierung. Nutzerinnen und Nutzer können künftig selbst festlegen, wie transparent die Darstellung ausfallen soll. Dafür gibt es einen neuen Regler in den Einstellungen. Die Darstellung reicht von sehr transparent bis hin zu einer deutlich kräftigeren Einfärbung. Zusätzlich wurden zahlreiche Symbole überarbeitet. Auf dem Mac bringt Apple mehrere bekannte Gestaltungselemente zurück.

Dazu gehören unter anderem einheitlichere Werkzeugleisten und stärker hervorgehobene Seitenleisten. Damit reagiert das Unternehmen offenbar auch auf Rückmeldungen vieler langjähriger Mac-Nutzer. Auch andere Apple-Produkte erhalten neue Funktionen. Die Health-App erweitert ihr Zyklusprotokoll um Unterstützung für Perimenopause und Menopause. Nutzerinnen sollen dadurch Veränderungen besser dokumentieren können. Für die Apple Watch kündigte Apple ein neues App-Raster mit Vorschlägen von Siri an.

Start im Herbst, Europa muss teilweise warten

Außerdem werden mehrere bisher getrennte Suchfunktionen in einer einzigen "Wo ist?"-App zusammengeführt. Besitzer von AirPods erhalten einen individuell anpassbaren Equalizer. Nutzer der AirPods Pro 3 können künftig Herzfrequenzdaten über das iPhone synchronisieren. Die Vision Pro erhält ebenfalls neue Funktionen. Unter anderem lassen sich Panoramafotos in räumliche Umgebungen umwandeln. Zudem soll die Verbindung mit WLAN-Netzwerken bis zu dreimal schneller erfolgen.

Die neuen Softwareversionen stehen Entwicklerinnen und Entwicklern bereits zum Testen zur Verfügung. Eine öffentliche Beta-Version soll im kommenden Monat folgen. Die fertigen Updates werden Apple zufolge im Herbst kostenlos veröffentlicht. Bei Siri AI gibt es allerdings Einschränkungen. Die neue KI-Version von Siri startet zunächst als Betaversion und wird anfangs nur auf Englisch verfügbar sein. Weitere Sprachen sollen nach und nach folgen. Auf iPhones und iPads in der EU wird die neue Siri-Version zunächst nicht angeboten.

{title && {title} } red, {title && {title} } Akt. 08.06.2026, 22:13, 08.06.2026, 20:48
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