Es ist eine dieser kuriosen Geschichten aus dem Silicon Valley: Die Screenshot-Funktion am iPhone existiert nur, weil ein Journalist hartnäckig genug war – und Apple schließlich nachgab.
Die Geschichte beginnt 2007, als Tech-Journalist David Pogue das erste iPhone-Handbuch schreiben wollte. Das Problem: Er brauchte Screenshots, aber Apple hatte keine Möglichkeit, diese zu erstellen.
Wie "macwelt.de" berichtet, bot Apple zunächst eine ungewöhnliche Lösung an: Pogue sollte nach Cupertino fliegen und unter Aufsicht Screenshots machen. Doch kurz vor dem Abflug kam ein Anruf: Steve Jobs hatte davon erfahren und sagte Nein - er wollte nicht, dass ein Journalist unfertige Apps sieht.
Der Kompromiss: Pogue schickte eine Excel-Tabelle mit rund 400 Zeilen, in der beschrieben wurde, welche Screenshots er brauchte. Apple verdonnerte einen Praktikanten dazu, diese über den gesamten Sommer zu erstellen.
Das Spiel wiederholte sich 2008 mit dem iPhone 3G. Doch diesmal hatte Apple eine Überraschung parat.
"Warte mal bis zur finalen Version, dann kannst du so viele Screenshots machen, wie du willst", hieß es von der Presseabteilung.
Tatsächlich hatte iOS 2 dann eine fest eingebaute Screenshot-Funktion. Was als Notlösung für einen einzelnen Journalisten begann, ist heute aus dem Smartphone-Alltag nicht mehr wegzudenken – ob für Anleitungen, Social-Media-Posts oder den klassischen Aus-Versehen-Screenshot des Weckers am Morgen.