Die Vorfreude auf Apples nächstes Pro-iPhone könnte für viele Fans einen ordentlichen Dämpfer bekommen. Denn wer bereits auf das iPhone 18 Pro oder das iPhone 18 Pro Max spart, muss womöglich deutlich tiefer in die Tasche greifen als gedacht.
Einem neuen Bericht des angesehenen Analysten Ming-Chi Kuo zufolge plant Apple bei den Pro-Modellen der iPhone-18-Reihe ein besonders aufwendiges Upgrade. Im Mittelpunkt steht dabei die Kamera, die dafür sorgen könnte, dass die neuen Geräte teurer werden.
Konkret sollen iPhone 18 Pro und 18 Pro Max eine neue Linse mit variabler Blende bekommen. Diese Technik erlaubt präzisere manuelle Einstellungen bei Foto- und Videoaufnahmen. Für Nutzer, die gerne selbst an den Einstellungen drehen, wäre das ein starkes Argument.
Haken: Die Herstellung ist aufwendig. Laut Kuo sollen die Kosten für dieses System 50 Prozent höher liegen als bei den hochwertigen 7P-Plastiklinsen der Vorgängermodelle.
Doch die Kamera ist dem Vernehmen nach nicht der einzige Kostentreiber. Auch der neue A20 Pro-Chip dürfte Apple deutlich mehr kosten als der Prozessor im Vorgänger-Modell.
Laut Insider-Schätzungen schlägt ein einzelner dieser Chips in der Produktion mit rund 280 US-Dollar zu Buche. Damit würden gleich zwei zentrale Bauteile der kommenden Pro-iPhones deutlich teurer ausfallen: Kamera und Prozessor. Für Apple ist das eine unglückliche Kombination, die die Preisgestaltung spürbar unter Druck setzt.
Versuche mit variablen Blenden gab es bereits bei anderen Herstellern, etwa beim Samsung Galaxy S9. Viele Konkurrenten stellten solche Lösungen später aber wieder ein – auch wegen der hohen Kosten und der technischen Komplexität.
Wenn Apple diese Technik nun tatsächlich zur Marktreife bringt, ist es wahrscheinlich, dass zumindest ein Teil der Mehrkosten bei den Käufern landet. Erste Prognosen gehen von einem möglichen Preisanstieg von rund 100 US-Dollar für die Endgeräte aus.
Ob die bessere Kameraleistung und die höhere Rechenkraft diesen Aufpreis wirklich rechtfertigen, wird sich erst zeigen, wenn Apple die Modelle im Herbst offiziell vorstellt.