Neue KI-Assistentin

Alexa+ startet in Österreich – was sie kann und kostet

Alexa+ startet in Österreich im Early Access. Die neue KI soll Gespräche natürlicher machen und Aufgaben im Alltag übernehmen.
Rene Findenig
07.05.2026, 10:56
Hör dir den Artikel an:
00:00 / 02:45
1X
BotTalk
Loading...
Angemeldet als Hier findest du deine letzten Kommentare
Alle Kommentare
Meine Kommentare
Sortieren nach:

Kommentare neu laden
Nach oben

In Österreich ist ab sofort eine neue Version der bekannten Sprachassistentin Alexa von Amazon gestartet. Alexa+ wird hierzulande im Rahmen eines Early-Access-Programms ausgerollt. Damit will Amazon die nächste Entwicklungsstufe seiner digitalen Helferin in den Alltag der Nutzerinnen und Nutzer bringen und gleichzeitig Rückmeldungen sammeln, bevor der breite Start erfolgt. Im Kern setzt Alexa+ stärker auf generative künstliche Intelligenz.

Das soll dazu führen, dass Gespräche natürlicher wirken, weniger starr ablaufen und die Assistentin auch über längere Unterhaltungen den Zusammenhang behält. Nutzerinnen und Nutzer müssen das Aktivierungswort nicht jedes Mal wiederholen und können laut Anbieter mitten im Satz das Thema wechseln. Die Idee dahinter: weniger wie ein klassischer Sprachbefehl, mehr wie ein Gespräch mit einer Person.

Nicht nur antworten, sondern gleich ausführen

Amazon beschreibt Alexa+ als eine Art digitale Begleitung, die sich stärker in den Alltag einfügt. Das System soll dort helfen, wo Menschen Unterstützung brauchen – etwa beim Kochen, unterwegs zur Arbeit oder bei organisatorischen Fragen. Auch Erinnerungen an Termine oder Alltagsdetails, wie ein Haustier gefüttert wird, sollen einfacher abrufbar sein. Die Assistentin greift dabei auf bereits verknüpfte Informationen zurück und kann Gespräche speichern.

Neu ist auch, dass Alexa+ nicht nur antworten, sondern Aufgaben direkt ausführen soll. Dazu gehören etwa das Eintragen von Terminen, das Steuern von Smart-Home-Geräten oder das Einkaufen von Produkten. Künftig sollen auch Reservierungen über Dienste wie OpenTable oder The Fork möglich sein. Laut Amazon soll das alles ohne Umwege im Gespräch passieren, also ohne dass Nutzerinnen und Nutzer viele einzelne Schritte ausführen müssen.

Alexa+ hat "Österreich-Version" bekommen

Besonders betont wird die stärkere Personalisierung. Alexa+ soll Vorlieben erkennen, Routinen im Haushalt verstehen und sich mit der Zeit anpassen. Je häufiger die Nutzung, desto genauer soll die Assistenz reagieren. Damit geht Amazon weg vom klassischen Frage-Antwort-System hin zu einer Art lernender Begleitung im Alltag. Für Österreich wurde das System laut Unternehmen speziell angepasst.

Es soll regionale Besonderheiten erkennen, lokale Begriffe verstehen und sogar mit heimischen Humor umgehen können. Dazu gehören Hinweise auf österreichische Essgewohnheiten, Musikvorlieben oder kulturelle Themen. Auch technisch wird Alexa+ stärker vernetzt gedacht. Die Assistentin soll über verschiedene Geräte hinweg funktionieren, etwa auf Echo-Geräten, in der Alexa-App, auf Fire TV und künftig auch im Browser.

Partnerdienste sollen in Kürze folgen

Gespräche sollen nicht abbrechen, sondern auf einem anderen Gerät weitergeführt werden können. Amazon spricht von einer durchgängigen Nutzung, bei der der Kontext erhalten bleibt. Im Alltag soll Alexa+ außerdem mit vielen Diensten zusammenarbeiten. Dazu zählen etwa Amazon Music, Spotify, Apple Music, Prime Video und Audible. Auch Smart-Home-Systeme verschiedener Hersteller wie Philips, Ring sowie Bosch und Siemens Hausgeräte sind integriert.

Weitere Partnerdienste wie OpenTable, The Fork oder TripAdvisor sollen im Laufe des Jahres folgen. Ein zentrales Thema bleibt der Datenschutz. Nutzerinnen und Nutzer können laut Amazon im Datenschutzportal oder direkt in der App ihre Einstellungen verwalten, Gespräche überprüfen und auch festlegen, ob Sprachaufnahmen gespeichert werden oder nicht. Zusätzlich gibt es die Möglichkeit, Mikrofon und Kamera an den Geräten auszuschalten.

Was nach dem Early Access passiert

Der Zugang zu Alexa+ erfolgt zunächst über das Early-Access-Programm. Wer ein neues kompatibles Gerät wie den Echo Show 8, den Echo Show 11, den Echo Dot Max oder den Echo Studio kauft, soll direkt dabei sein können. Auch Besitzerinnen und Besitzer bestehender kompatibler Geräte können sich für eine Einladung registrieren. Während der Testphase bleibt der Dienst kostenlos. Nach dieser Phase ändert sich das Modell deutlich.

Für Personen mit Amazon-Prime-Mitgliedschaft soll Alexa+ weiterhin ohne zusätzliche Kosten verfügbar sein. Wer kein Prime-Abo hat, soll danach 22,99 Euro pro Monat zahlen. Nicht alle Geräte werden unterstützt. Ältere Modelle wie der Echo Dot der ersten Generation, der Echo der ersten Generation, der Echo Plus der ersten Generation, der Echo Show der ersten und zweiten Generation sowie der Echo Spot der ersten Generation bleiben bei der bisherigen Alexa-Version.

{title && {title} } rfi, {title && {title} } 07.05.2026, 10:56
Weitere Storys
Jetzt E-Paper lesen