X-Jam-Mitarbeiter packt aus – "2 Wochen Party als Lohn"

Keine Bezahlung – dafür zwei Wochen Party
Keine Bezahlung – dafür zwei Wochen PartyDocLX Holding/Screenshot
Ein anonymer Mitarbeiter meldete sich bei X-Jam-Aufdecker Bastian K. – Laut ihm kriegen Secutitys vor Ort keinen Lohn, werden nur mit "Party" bezahlt. 

Die schlimmen Vorwürfe über Belästigungen und Gewalt auf dem beliebten X-Jam-Festival lassen aktuell niemanden kalt. Schüler Bastian K. sammelt Berichte betroffener Besucher und Zeugen von mutmaßlichen Übergriffen auf dem beliebten Festival in Kroatien. Wie schon berichtet, werden Missstände auf Seiten der Veranstalter nicht nur von Besuchern stark kritisiert – darunter fällt auch die Organisation der örtlichen Sicherheitskräfte. Laut "Heute"-Informationen soll das Sicherheitspersonal heuer besonders rasch rekrutiert worden sein, da lange Zeit nicht klar war, ob die Maturareise aufgrund der Pandemie überhaupt stattfinden würde.

Schnelle Rekrutierung als Problem

Binnen kurzer Zeit sollen österreichische, sowie kroatischen Firmen für das Party-Festival von X-Jam Securitys zur Verfügung gestellt haben. Welche Unternehmen für das Personal rechtlich Verantwortlich sind, wollte X-Jam am Dienstag nicht preisgeben – interne Ermittlungen dauerten noch an. Gegenüber "Heute" wurde aber versichert, dass alle Subunternehmen ihre Zusammenarbeit bei der Aufklärung zugesichert haben.

Veranstalter soll mit Trick bei Bezahlung sparen

Ein "Heute" zugespielter Bericht eines anonymen, langjährigen Mitarbeiters (33) offenbart nun, wie auch unqualifizierte junge Männer für einen Job auf die Kroatischen Partyinsel "gelockt" würden. Anscheinend spart der Veranstalter bewusst bei der Bezahlung, so der Vorwurf. Securitys bekämen für ihre Arbeit kein Geld, sondern allein Unterkunft und Verpflegung, also "zwei Wochen Party", seien die Entlohnung. Die wenig verwunderlichen Folgen: Das Sicherheitspersonal soll vor Ort laut Schilderungen durch schlechtes, teilweise aggressives Benehmen und starke Alkoholisierung auffallen, so Zeugenberichte. Laut dem Veranstalter herrscht ein striktes Alkoholverbot für Mitarbeiter während der Dienstzeit.

Nach heftiger Kritik soll nun das gesamte Sicherheitskonzept des Festivals überarbeitet werden, "damit so etwas nicht mehr passiert", hieß es am Dienstag. 

X-Jam bestätigte, dass 300 Mitarbeiter aus Österreich vor Ort beschäftig gewesen seien, darunter auch "einige" Volontäre.

Die Frauenhelplinesteht Betroffenen rund um die Uhr mit Rat und Tat zur Seite.

Telefon: 0800222555

Auch die Frauenberatungsstelle hilft
Telefon: 01 523 22 22
E-Mail: notruf@frauenberatung.at
www.frauenberatung.at

Die Männerinfo ist telefonisch unter 0720/704400 (Montag bis Freitag 10 bis 18 Uhr) oder per E-Mail an beratung@maennerinfo.at erreichbar.

Telefonseelsorge: 142

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